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Großkirmes in Versmold kann wegen der Pandemie im Februar nicht stattfinden

Sünne Peider ist abgesagt

Versmold

Lange hatten Schausteller und die Stadt Versmold gewartet und gehofft, dass in irgendeiner Form etwas möglich sein könnte. Doch was seit Wochen schon zu erahnen war, ist nun Gewissheit: Der „St.-Petri-Markt“ wird 2021 nicht stattfinden können. Die Großkirmes “Sünne Peider“ ist damit offiziell und komplett abgesagt.

wn

Zum Auftakt von Sünne Peider lassen die Veranstalter traditionell Eintrittskarten für Fahrgeschäfte auf die Besucher regnen. Doch in diesem Jahr wird die Versmolder Traditionkirmes nicht stattfinden können. Foto: Hoeltzenbein

Dass eine große Innenstadt-Kirmes nicht stattfinden kann, war den Organisatoren schon lange klar. Doch angesichts der aktuellen Infektionszahlen und der Beschränkungen des Lockdowns wird Ende Februar auch in kleinem Umfang keine Kirmes möglich sein.

„In der über 300-jährigen Tradition hat „Sünne Peider“ bisher nur zweimal nicht stattfinden können. In 2021 wird es nun durch die weltweite Pandemie natürlich auch keinen Auftakt der Kirmessaison bei uns in Versmold geben können“, bedauert Bürgermeister Michael Meyer-Hermann. Doch gemeinsam mit den Schaustellern sei man sich selbstverständlich der Verantwortung bewusst: Gesundheitsschutz sei das Allerwichtigste. Auch eine zeitliche Verschiebung Richtung Sommer oder an einen anderen Ort kommt aufgrund der großen Ungewissheit für die Planung nicht in Frage: „Sünne Peider gehört Ende Februar in unsere Innenstadt. Das macht das besondere Flair des St.-Petri-Marktes aus.“

Klaus Rasch und André Schneider als Vertreter der heimischen Schausteller pflichten dem bei, blicken aber sorgenvoll in die Zukunft: „Nach einem Jahr fast ohne Einnahmen wird nun auch die Frühjahrssaison wohl nahezu komplett ausfallen müssen. Das trifft uns enorm hart.“ Man hoffe darauf, dass im Laufe des Jahres zumindest wieder einzelne Veranstaltungen oder „Pop-up-Freizeitparks“ möglich sein können.

Ob in Versmold im Sommer etwas möglich sein wird, wollen Stadtverwaltung und Schausteller eng abstimmen. „Unser Ansatz war es in den vergangenen Monaten immer, das zu ermöglichen, was verantwortbar und praktisch umsetzbar stattfinden kann. Aber auch das kann immer nur kurzfristig unter Berücksichtigung der aktuellen Lage entschieden werden“, so Bürgermeister Michael Meyer-Hermann. Er sei aber weiter optimistisch, dass zumindest 2022 wieder gemeinsam Kirmes gefeiert werden kann.

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