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TWO Halle verlegt Leitung von der Kreuzung Alleestraße/Klingenhagen bis zur B 68

Wasserader nimmt Form an

Halle

Ab Anfang April nimmt die TWO (Technische Werke Osning GmbH) den vorletzten Bauabschnitt der neuen Haller Wasserader vom Wasserwerk bis zum Hochbehälter in Angriff.

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Jens Kohlmeier (links), TWO-Geschäftsbereichsleiter Netze, und TWO-Rohrnetzmeister Magnus Rhein begutachten die Rohre für den vorletzten Bauabschnitt der neuen Haller Wasserader, die auf dem alten ZOB-Gelände für den Baubeginn rund um Ostern schon bereit liegen. Foto: Stephanie Gomolka

Mit dem 2017 gestarteten, umfassenden Sanierungsprojekt wird das in den 60er Jahren angelegte Haller Wasserversorgungsnetz grundlegend erneuert.

2,75 der insgesamt rund 3,5 Kilometer langen neuen Haupttransportleitung sind bereits fertiggestellt. Bis voraussichtlich November werden nun von der Kreuzung Alleestraße/Klingenhagen über das alte ZOB-Gelände und die gesamte Martin-Luther-Straße weitere 630 Meter verlegt.

Rund fünf Millionen Euro investiert die TWO

Rund fünf Millionen Euro investiert die TWO in die neue Wassertransportleitung sowie die Erneuerung der Verteilleitungen für Wasser, Gas und Strom. „Bisher führt die alte kombinierte Haupttransport-Verteilleitung aus Graugussrohren vom Wasserwerk bis zum Hochbehälter. Von dieser Leitung abzweigend wird das Stadtgebiet bisher noch mit Wasser versorgt“, erklärt Jens Kohlmeier, TWO-Geschäftsbereichsleiter Netze. „Was nicht verbraucht wird, fließt weiter bis zum Hochbehälter.“

Nach Abschluss des Projekts wird die neue Transportleitung das Trinkwasser vom Wasserwerk aus direkt zum Hochbehälter führen. Von dort aus werden die Haushalte der Stadt dann über ein getrenntes Verteilnetz versorgt. „So können wir den Wasserfluss gezielt steuern und die Qualität des Trinkwassers noch besser überwachen.“

Umsetzung in fünf Bauabschnitten

Realisiert wird das Modernisierungsprojekt in fünf Bauabschnitten. 2017 startete die TWO mit dem ersten Teilstück vom Wasserwerk aus beginnend in Richtung Kreisverkehr Alleestraße/Theenhausener Straße und dann entlang der Alleestraße bis zur Einmündung Klingenhagen. Der zweite Bauabschnitt umfasste 2018 den Bereich vom Hochbehälter am Bergkamp, an der Apothekerstraße entlang bis zur B 68. „Weil mit dem A33-Lückenschluss ein Rückbau der B68 und die Neugestaltung des Haller Innenstadtbereichs ansteht, haben wir den vierten Bauabschnitt vorgezogen und 2020 die Versorgungsleitungen im Bereich Oldendorfer und Wertherstraße neu verlegt.“

Mit dem dritten Bauabschnitt will die TWO die neue Haller Wasserader in diesem Jahr nun bis auf das letzte rund 130 Meter lange Teilstück durch die Innenstadt fertigstellen. „Wie in den anderen Bauabschnitten erneuern wir in diesem Zuge auch die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Gas einschließlich der Hausanschlüsse“, sagt Kohlmeier. „Da das geschlossene Spülbohrverfahren, bei dem die Leitungen mit Spezialmaschinen unter der Erdoberfläche verlegt werden, im Innenstadtbereich leider nicht sinnvoll eingesetzt werden kann, müssen wir die Leitungen in diesem Bauabschnitt in offener Bauweise verlegen.“ Dafür seien Teilsperrungen von Straßen und Fußwegen erforderlich. „Wir werden die Einschränkungen so gering wie möglich halten“, verspricht TWO-Rohrnetzmeister Magnus Rhein.

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