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Radelnde Tennisfans aus Elmshorn sehen Defizite bei den Gerry Weber Open

Wo sind sichere Fahrradständer?

Halle (WB/el/SKü). »Sie können die Räder auf eigene Gefahr in der Nähe abstellen, solange die Fluchtwege frei bleiben.« Mit einer solchen Antwort hatte das Ehepaar aus Elmshorn nicht gerechnet, das einen Familienbesuch mit der Gerry-Weber-Open -Eröffnung zu einem Fahrradurlaub verbinden wollte.

Sehen die Abstell- und Sicherungsmöglichkeiten für Fahrräder bei den Gerry Weber Open kritisch (von links): Silke Pahl und Thomas Bartsch aus Elmshorn rannten mit ihrem Anliegen, ihre Räder während eines Tennismatches nicht sicher zu wissen, bei den Haller Grünen Walter Frank, Wilfried Zäpernick und Ingetraud Beckebanze offene Türen ein. Foto: Eische Loose

Für Silke Pahl und Thorsten Bartsch stand ein Geburtstagsbesuch in Oerlinghausen auf dem Programm. Weil beide auch große Tennisfans sind, kamen sie auf den Gedanken gleich einen Kurzurlaub mit dem Besuch der Gerry Weber Open zu verbinden. Darum planten sie auch, sich ohne Auto von Elmshorn auf die Reise zu machen. Die erste Etappe legten sie dabei mit dem Zug bis Osnabrück zurück. »Für die weitere Strecke haben wir auf den NRW-Routenplaner Fahrrad zurück gegriffen. Der hat uns wunderbar geholfen«, sagt Thomas Bartsch noch immer ganz begeistert. Doch dann kam der Rückschlag.

Fahrradbesitzer wünschen sich Bügel für das sichere Abschließen

Auf der Gerry-Weber-Homepage gibt es jede Menge Anfahrtshilfen, doch keine für Radfahrer. Thomas Bartsch schrieb eine E-Mail und wurde nach eigenen Aussage zunächst zurück gewiesen. »Fahrradständer gibt es nicht«, sei ihnen geantwortet worden. Silke Pahl fühlte sich ziemlich vor den Kopf gestoßen und kontaktierte ihre Grünen-Parteifreunde in Halle.

In Elmshorn hat sie schon die Einrichtung von drei Fahrradstraßen erlebt und hier gehe es doch nur um einen sicheren Abstellplatz. Es gab eine zweite E-Mail an die Veranstalter. Man könne gern bei den Behinderten- Parkplätzen die Räder abstellen, habe es geheißen. Doch eine Überdachung und Bügel zum sicheren Anschließen gebe es dort nicht. Eine Willkommenskultur für Radfahrer sehe anders aus, waren sich die Gäste aus dem Norden und die Haller Grünen einig. Die Elmshorner benannten als positives Gegenbeispiel die Stadt Osnabrück mit ihren vielen Radwegen und einem Parkhaus für Räder am Bahnhof.

Alexander Hardieck, verantwortlich für technische Abläufe im Stadion, zeigt im WB-Gespräch Verständnis für die Belange der Radfahrer. Zum Tag der offenen Tür am Wochenende sei eigens ein weiterer abgezäunter und überwachter Bereich für Fahrräder bereit gestellt worden. Für die Zukunft werde aber nach noch besseren Lösungen gesucht.

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