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Bürger-Workshop der Haller CDU – 160 Ideen und Meinungen gesammelt

Wunsch nach Parkhaus und Badesee

Halle (WB). „Wir wollen heute unter der Überschrift „2030“ möglichst viele Anregungen sammeln. Und dabei wollen wir dann unter dem Strich schauen, wo der Schuh drückt – um daraufhin gemeinsam langfristige Lösungen entwickeln zu können.“ Das erklärt der Vorsitzende des Haller CDU-Stadtverbandes, Axel Reimers, kurz vor Beginn des ersten Bürger-Workshops seiner Partei am vergangenen Freitag im Bürgerzentrum Remise.

Malte Krammenschneider

Moderator Steve Wasyliw (links) und Axel Reimers (Vorsitzender des Haller CDU-Stadtverbandes) freuen sich über das rege Interesse am Workshop. Etwa 40 Besucher sind in die Remise gekommen – mit vielen guten Ideen. Foto: Malte Krammenschneider

40 Teilnehmer bringen Anregungen ein

Zu seiner Freude sind der Einladung der Christdemokraten an diesem Abend etwa 40 Personen gefolgt, denen es scheinbar sehr wichtig ist, dass ihre Meinungen und Ansichten in die Entscheidungsprozesse der lokalen Politik mit einfließen. Unter den Gästen im Bürgerzentrum ist auch Wilhelm Althoff, der sich für den Erhalt der historischen Häuser an der Langen Straße/B 68 einsetzt. „Ich bin sogar in der entsprechenden Arbeitsgruppe. Auch die Tempo-20-Idee halte ich für Blödsinn“, sagt Althoff.

Er wird – wie auch die anderen Workshop-Teilnehmer – vom Moderator des Abends, Steve Wasyliw, in eine von vier Arbeitsgruppen aufgeteilt. Ziel ist es schließlich, bei dieser Gelegenheit in kleinen Diskussionsrunden Ideen zu entwickeln, die sortiert nach Überbegriffen wie Schule, Sport und Soziales, Verkehr, Umwelt oder Digitalisierung auf kleine Zettel geschrieben werden. Diese werden anschließend an Pinnwänden befestigt und können per Verteilung von Klebepunkten priorisiert werden.

Und an solchen Ideen mangelt es den interessierten Besuchern offensichtlich nicht: Am Ende sind es beeindruckende 160 Ideen und Meinungsbeiträge, die zusammengekommen sind, wobei einige Themen besonders herausstechen. So favorisieren die Bürger den Bau eines Parkhauses in der Innenstadt anstelle von immer mehr Flächenparkplätzen, die Idee einer Verkehrs-Unterquerung der Bahnlinie am Bahnhof findet viele Unterstützer, und viele Punkte heimste zudem der Vorschlag ein, die B 68 zurückzubauen bei einer gleichzeitigen Entlastung der Zufahrtsstraßen.

Erhalt des Krankenhaus liegt vielen am Herzen

Außerdem wurde an diesem Abend deutlich, dass den Hallern der Erhalt ihres Krankenhauses sehr wichtig ist. Es müssen zudem genug Arztpraxen vor Ort sein, der Bereich rund um die beliebte Kaffeemühle könne verschönert werden – und eine Möglichkeit, unter freiem Himmel zu schwimmen, sei es in einem Freibad oder einem Badesee, wird schmerzlich vermisst.

„Sie waren heute sehr fleißig, und es hat sich gezeigt, dass die besten Ideen im Austausch entstehen“, sagt Moderator Steve Wasyliw nach rund 90 Minuten, in denen konstruktiv gearbeitet wurde. Axel Reimers macht indes ebenfalls einen zufriedenen Eindruck und erklärt, dass die Haller Christdemokraten es aufgrund der positiven Resonanz nicht bei diesem einen Workshop bewenden lassen wollen: „Es soll auf jeden Fall noch weitere Treffen geben, zu denen wir dann auch jeweils Fachexperten einladen wollen“.

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