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Thomas Tappe hat als neuer Haller Bürgermeister einen vollgepackten ersten Arbeitstag

Zum Start kommt‘s gleich dicke

Halle

Die neue Ära mit Bürgermeister Thomas Tappe als neuem Chef der Haller Stadtverwaltung begann früh um 7.30 Uhr. Doch als der 49-Jährige am Montag erstmals sozusagen offiziell sein Dienstzimmer im ersten Stock des Rathauses betrat, hatte Sekretärin Ute Heider schon alles vorbereitet und auch eine frische Orchidee mit nettem Willkommensgruß auf dem Schreibtisch platziert

Stefan Küppers

Die Sitzungsglocke seines Großvaters, der ehemaligen Landrates Fritz Ostmeyer, hat Thomas Tappe mit in sein neues Büro genommen. Foto: Stefan Küppers

. Weil Thomas Tappe aus seinem alten Büro in der Versmolder Stadtverwaltung und auch von seinem Zuhause in Hörste an der Grenze zu Hesselteich einiges mitzubringen hatte, benutzte er diesmal ein Auto. Doch weil der neue Bürgermeister fit bleiben will und er es sich über viele Jahre mit täglichen Fahrten von Hörste nach Versmold angewöhnt hat, will er auch künftig nach Halle regelmäßig mit dem Fahrrad fahren.

Erster regulärer Arbeitstag war am Montag, doch schon am Sonntag, 1. November, war der neue Bürgermeister halb im Dienst. Denn über die aktuellen Corona-Fälle von Schülern an der Gesamtschule Halle (siehe Kurzbericht links) wurde der neue Chef zeitnah informiert. „Ich hätte mir sicher einen unbeschwerteren Start in die neue Aufgabe gewünscht“, sagt Tappe mit Blick auf die Corona-Lage und die erheblichen Einschränkungen. Dass die neuen Regeln umgesetzt werden müssen, daran lässt Tappe keinen Zweifel. Organisatorisch will der Bürgermeister nun mit dem örtlichen Stab für außergewöhnliche Ereignisse die Haller Corona-Lage besprechen und klären, wie die notwendigen Kontrollen zur Überwachung sichergestellt werden können und wo das erforderliche Personal dafür rekrutiert werden kann. In seinem ersten Aufruf an die Bürger hat er formuliert: „Zeigen Sie sich solidarisch mit den durch die Pandemie besonders gefährdeten Personengruppen und beachten Sie die Kontaktbeschränkungen! Dieses Verhalten ist im Sinne des Zusammenstehens unserer Gesellschaft in der Krise ohne Alternative und schützt auch Sie selbst!“.

Der Montag war für Thomas Tappe von vielen Gesprächen mit dem Verwaltungsvorstand und den Fachbereichsleitern bestimmt. Mit Blick auf die im Dezember zu erwartende Einbringung des neuen Haushaltes, bei dem Tappe auch eigene Akzente setzen will, steht noch viel Arbeit an. In den ersten Tagen will sich Tappe bei allen Mitarbeitern sowohl in den Rathäusern als auch in den städtischen Außeneinrichtungen (Bauhof, Kläranlage, Stadtbibliothek etc.) einmal persönlich vorstellen.

Ansonsten hat Thomas Tappe sein Büro auch mit einigen persönlichen Gegenständen eingerichtet. So haben ihm die ehemaligen Kollegen aus Versmold eine schöne Figur am Schreibtisch geschenkt. Ebenso ein stilisierter Haller-Willem-Zug, in dem Schreibutensilien bestens aufgehoben sind. Und schließlich bekam er von einem Onkel eine Handglocke seines Großvaters Fritz Ostmeyer geschenkt, die dieser einst als Landrat des Altkreises Halle und später des Kreises Gütersloh bei Sitzungen im Einsatz hatte. Thomas Tappe will sie zur konstituierenden Ratssitzung am Donnerstag, 18. November, mitnehmen.

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