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Lindenschule und Grundschule Gartnisch von Corona-Fällen betroffen – Gesundheitsamt trifft abgestimmte Maßnahmen

Zwei infizierte Schüler an zwei Haller Grundschulen

Halle (WB). An zwei Haller Grundschulen ist in diesen Tagen jeweils ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. In enger Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt haben die Schulleitungen und auch die Abteilungsleitung für Schulen bei der Stadt Halle Maßnahmen in Gang gesetzt, die eine Weiterverbreitung des Virus unterbrechen sollen.

Stefan Küppers

Ein Kind der Grundschule Gartnisch ist mit dem Coronavirus infiziert. Hier ist eine Klasse und eine OGS-Gruppe am Montag zuhause geblieben. Auch an der Lindenschule ist ein Kind infiziert. Foto: Küppers

Bestätigte Testergebnisse lagen am Freitag und Sonntag vor

Wie Benjamin Potthoff, Abteilungsleiter Schule im Rathaus, dem WB auf Anfrage mitteilte, sind die Klassen 2a der Lindenschule und die Klasse 3a der Grundschule Gartnisch als auch der dortige Teil der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) von den Vorsichts- und Quarantäne-Maßnahmen zunächst im unterschiedlichen Maße betroffen. Die Lindenschule war Potthoff zufolge bereits vergangenen Freitag vom Gesundheitsamt über den positiven Befund informiert worden. An der Gartnischer Grundschule lag das positive Testergebnis eines Kindes aus dem 3. Jahrgang am Sonntag vor.

Die Gesundheitsbehörde ergreift bezogen auf den jeweiligen Einzelfall seine Maßnahmen. Für die Lindenschule heißt dies, dass das positiv gestestete Kind, das dem Vernehmen nach nur am vergangenen Mittwoch den Unterricht besucht hat, in Quarantäne kommt sowie auch diejenigen, die mit ihm in der Klasse Kontakt hatten. Ohne eine genaue Zahl zu nennen, ist laut Potthoff nur ein Teil der Klasse wie zum Beispiel Sitznachbarn betroffen, der jetzt vorerst zuhause bleiben muss und bis auf weiteres sogenannten Distanzunterricht über digitale Kanäle erhält. Die übrigen Kinder der Klasse erhalten demnach weiter Präsenzunterricht in der Lindenschule. Da die Kinder in den Pausen Masken tragen und Abstände einhalten müssen sowie das infizierte Kind auch nicht die OGS besuchte, sieht das Gesundheitsamt derzeit an der Lindenschule keinen Anlass für weitere Maßnahmen.

Mutter eines Kindes war positiv in ihrem Betrieb getestet worden

Wie Potthoff weiter informierte, war im Vorlauf des Infektionsfalles an der Grundschule Gartnisch die Mutter des Kindes bei ihrem Arbeitgeber routinemäßig getestet worden – sie war positiv. Das Kind war den Informationen zufolge vergangenen Mittwoch und Donnerstag in der Schule, besuchte auch den OGS-Bereich. Nach Bekanntwerden des positiven Tests der Mutter wurde das Kind am Donnerstag aus der Schule geholt. Am Sonntag lag schließlich für das Kind das Ergebnis vor und das Gesundheitsamt entschied in Absprache mit der Schule, dass am Montag die betroffene Klasse (25 Schüler) sowie fünf weitere Kinder aus dem OGS-Bereich zunächst zuhause bleiben. Die OGS wird jahrgangsweise in Gruppen betrieben. Im Laufe des Montag sollten analog der Einzelfallbetrachtung an der Lindenschule für Gartnisch weitere Entscheidungen getroffen werden. Zunächst wurden laut Potthoff für vier der 31 betroffenen Kinder in Gartnisch Quarantänen durch das Gesundheitsamt angeordnet.

Darum ist das Einhalten der Regeln so wichtig

Benjamin Potthoff geht davon aus, dass solche Corona-Infektionen an Schulen auch in Zukunft vorkommen können. Um so wichtiger sei es, dass die Vorsichtsmaßnahmen an den Schulen auch eingehalten werden, um im Falle eines Falles die Weiterverbreitung schnell unterbinden zu können. Potthoff: „Dabei hilft es, wenn Eltern die an den Schulen geltenden Regeln für ihre Kinder auch in deren privaten Umfeld beachten.“ Sprich: Maske tragen, Abstand halten und regelmäßig Hände waschen, hilft auch im Freundeskreis am Nachmittag. Das Gesundheitsamt verfolgt Potthoff zufolge die Kontakte der infizierten Kinder genau, um dann abgestimmte Maßnahmen zu treffen. „Das Gesundheitsamt hat eine stringente Richtlinie und verfolgt eine sehr umsetzbare Arbeitsweise mit viel Bedacht. Es gehe darum, Augenmaß zu bewahren und schnell zu handeln. Und dort, wo keine Quarantäne angeordnet sei, müssten Kinder auch weiterhin zur Schule. Denn die Schulpflicht gelte weiterhin. Bereits vor einigen Monaten war ein Kind der Grundschule Gartnisch mit dem Corona-Virus im privaten Umfeld infiziert worden.

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