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Handball-Verbandsliga: Spitzenreiter TSG Harsewinkel macht sich das Leben schwer

Abwehr hält Sieg fest

Harsewinkel (WB). Mit dem 27:22 gegen den ASV Senden haben die Handballer der TSG Harsewinkel vor knapp 500 Zuschauern den fünften Sieg im fünften Spiel geschafft und ihre Tabellenführung gefestigt.

Heiner Steinkühler (links) und Nico Schmeckthal (rechts) packten kräftig zu und ließen den Sendener Kreisläufer Jens Micke nicht zum Zuge kommen. Foto: Markus Nieländer

Die Forderung von Manuel Mühlbrandt nach mehr spielerischer Brillanz, Konsequenz im Abschluss und einer konstanten Leistung über 60 Minuten konnten sie aber nicht erfüllen. »Ich verstehe nicht, warum wir uns das Leben so schwer machen«, stöhnte der Coach des Titelfavoriten angesichts der über weite Strecken unbefriedigenden Angriffsleistung.

Manuel Mühlbrandt

Weil die Gastgeber selbst in ihrer schwächeren zweiten Halbzeit genügend Chancen erzwungen hatten, standen vor allem die Abschlüsse in Mühlbrandts Fokus. »Da waren wieder viel zu viele falsche Entscheidungen«, stellte er enttäuscht fest. »Und das ist eigentlich unverständlich, weil es die Jungs ja auch im Training mit zwei guten Torleuten zu tun haben und es besser können müssten.«

Vier vergebene Gegenstöße sind »Mühle« ein Dorn im Auge

Nicht nur angesichts der Zahlen – 14 Tore bei 24 Versuchen in der ersten Halbzeit und magere zwölf Treffern bei 30 Anläufen nach der Pause – ist der Ärger nachvollziehbar. Mit ihrer Abschlussschwäche ließen die Harsewinkeler auch einen Gegner im Spiel, den sie nach dem 10:4 durch Jonas Kalter deutlich hätten distanzieren können oder sogar müssen, aber bis zur Pause noch auf 9:13 herankommen ließen. Ein Dorn im Auge waren Mühlbrandt dabei die vergebenen vier Gegenstöße. Dass Malik St. Claire sogar einen Rückhandwurf an den Pfosten setzte, zeigte, indes dass es den Hausherren nicht nur an Konzentration mangelte.

Zwischenstand 21:19 – es wird knapp

Weil nach dem Wiederanpfiff die Struktur im Angriff gegen den TSG-Mittelmann (Steinkühler oder Sven Bröskamp) noch offensiver deckenden Sendener noch mehr verloren ging, wurde es beim 20:18 und 21:19 sogar beunruhigend knapp. Die Hausherren mussten deshalb ihre kämpferischen Qualitäten in die Waagschale werfen. Entschieden wurde das unnötig hektische Spiel schließlich von den Pelkmann-Brüdern. Der im Spielbericht just nachgetragenen Marius erzielte das 22:19 und Pascal sorgte erst für das 24:20 und dann für das 25:20.

»Wir gewinnen, weil wir von zwei guten Torleuten in der Halle mit Felix Hendrich den noch etwas besseren haben, in der Deckung wieder sehr gut stehen und nach hinten raus mehr Luft haben«, resümierte Manuel Mühlbrandt. Zufriedenheit hört sich anders an. Tatsächlich war gestern das Ergebnis besser als die Leistung des Spitzenreiters.

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