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Harsewinkel

Anteile an Stadtwerken verdoppeln

Harsewinkel (bit) - Die Stadt Harsewinkel will ihre Anteile an der Gesellschaft der Stadtwerke, die Harsewinkel, Greffen und Marienfeld mit Erdgas und Strom versorgt, von 25,1 auf 50,1 Prozent aufstocken - mit Wirkung zum 1. Januar 2022. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen.

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Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) wird die entsprechenden Verhandlungen mit dem Mehrheitspartner Stadt Versmold vorbereiten. Einer der beiden Stadtwerke-Geschäftsführer ist der künftige Kämmerer von Harsewinkel, Stefan Volmering (diese Zeitung berichtete).

Henkemeyer: „Stadtwerke sind seit 2013 eine Erfolgsstory“

Der Beratungspunkt wurde auf Antrag von Reinhard Hemkemeyer (SPD) in einen öffentlichen und nichtöffentlichen Teil gesplittet. Brunhilde Leßner (Grüne) wertete es als Ausdruck von Selbstbewusstsein, wenn die Stadt sich hinter die Stadtwerke stelle. Sie sprach sich dafür aus, die Aufstockung der Geschäftsanteile zu fördern.

Hemkemeyer (SPD): „Die Stadtwerke sind seit 2013 eine Erfolgsstory.“ Rainer Kuhlmann (CDU) sah den Vorgang kritisch, weil Anteile von der Stadt Versmold teuer gekauft werden müssten. „Was ist der tiefere Sinn darin, dafür fünf bis zehn Millionen Euro in die Hand zu nehmen?“, fragte er.

Bürgermeisterin appelliert daran, mutig zu sein

Allen, die darin eine Kapitalanlage sehen sollten, rechnete Kuhlmann vor: „In 20 Jahren werden wir die ersten Erträge daraus haben.“ Die UWG habe die Stadtwerke immer unterstützt, betonte ihr Sprecher Johannes Sieweke. Sie sei bewusst mit einer Beteiligung von 25,1 Prozent angefangen. Bei der Erhöhung der Kapitalanteile bleibe auch mehr Ertrag in Harsewinkel, argumentierte Sieweke. Kuhlmann (CDU): „Wollen wir Millionen ausgeben, nur weil dann mehr Harsewinkel draufsteht?“

Stefan Meyer-Wilmes (CDU) assistierte: „Der jetzige Zustand ist doch zufriedenstellend.“ Die Bürgermeisterin sprach aus der Sicht der Verwaltung von positiven Erfahrungen mit den Stadtwerken. Die schlanke Lösung, was die Steuerung betreffe, werde bleiben. Ihr Appell: „Wollen wir weiter mutig sein.“

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