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Auf dem Venn 1: Bewohner wehren sich gegen Erschließungsverkehr

„Belastung ist nicht zumutbar“

Harsewinkel-Greffen (hkwe). Die Bewohner des neuen Wohngebietes um die Otto-Schmitz-Straße westlich des geplanten neuen Baugebietes Auf dem Venn 1 wehren sich vehement, dass der gesamte Verkehr für Erschließung und Bebauung durch ihr Wohngebiet führen soll. Die meist jungen Familien treibt dabei vor allem die Sorge um ihre kleinen Kinder um.

Die Bewohner des neuen Wohngebiets westlich des Neubaugebiets Auf dem Venn 1 möchten verhindern, dass die Anbindung des Baugebiets nun komplett mitten durch ihre Siedlung über die Otto-Schmitz-Straße erfolgen soll. Foto:

„Der Bebauungsplan ist rechtskräftig und sieht eben keine Kfz-Verbindung der beiden Baugebietsteile (auch nicht übergangsweise) vor. Lediglich die Erschließung sollte über die Baustraße Otto-Schmitz-Straße erfolgen, nicht jedoch die Errichtung sämtlicher Häuser im neu zu erschließenden Baugebiet respektive nach deren Fertigstellung die Zufahrtsstraße für das neue Baugebiet werden“, formulieren sie. Die Belastung der Anlieger sei auch übergangsweise „nicht zumutbar“.

Ursprünglich sollte die Erschließung über die Versmolder Straße erfolgen

Ursprünglich war geplant, die Erschließung der „Insellage“ über die Versmolder Straße (L 931) erfolgen zu lassen. Doch da sei keine Einigung mit den Anliegern erzielt worden. Die CDU stellt in der nächsten Sitzung des Harsewinkeler Bauausschusses den Antrag, die Erschließung über die Otto-Schmitz-Straße durchzuführen.

Christof Bulinski

Die derzeit 18 Kleinkinder würden während der Bauphase die Grundschule oder einen Kindergarten besuchen und wären durch den Baustellenverkehr „stark gefährdet“, finden die Betroffenen. „Kinder können den als verkehrsberuhigt geplanten Bereich nicht mehr nutzen, da ob der Größe und der Anzahl der passierenden Baufahrzeuge die Gefahr eines Unfalls exorbitant wäre“, argumentieren Christof Bulinski und seine zahlreichen Mitstreiter. Zudem erwarten die etwa 50 jungen Familien eine „erhebliche Lärmbelästigung“ durch den Baustellenverkehr.

Furcht: vorübergehende Zuwegung könnte zur Dauerlösung werden

Entgegen dem CDU-Antrag, der von einer Nutzung der Straße Zum Sundern durch die Baufahrzeuge ausgeht, gehen sie vom Verkehr über die Schulstraße aus, sprechen vom „Wunsch als Vater des Gedankens“. Die Praxis in der Vergangenheit habe gelehrt, dass viele Baufahrzeuge die Schulstraße nutzten. „Das führte zu einem erheblich größeren Verkehrsaufkommen insbesondere zu Schul- oder Kitabeginn“, erinnern sie sich. Die Anwohner fürchten, dass die als vorübergehend bezeichnete Zuwegung insgeheim als Dauerlösung gedacht sei. Zudem fragen sie, warum die Anbindung des östlichen Teils von Auf dem Venn 1 an die L 831 nicht bereits im Zuge der Beschlussfassung des Bauantrages beantragt wurde. Und ob aus der Übergangs- doch eine Dauerlösung werde.

Außerdem bleibe offen, wer für etwaige Mehrkosten wie durch die nun erforderliche alternative Zuwegung oder andere etwaige Rechtsstreitigkeiten aufkomme.

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