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Gericht spricht Harsewinkeler nach geplatztem Autokauf frei

Betrug nicht nachweisbar

Harsewinkel (WB/sw). Vom Vorwurf des Betruges ist ein 39-jähriger Mann aus Harsewinkel vor dem Amtsgericht Gütersloh freigesprochen worden. Der Mann hatte für den Inhaber eines Gütersloher Autohauses in Düsseldorf einen Mercedes kaufen sollen und dafür 10.000 Euro erhalten.

Foto: dpa/Symbolfoto Foto: dpa/Symbolfoto

Das Geschäft kam aber nicht zustande, am Ende war das Geld verschwunden. Laut Anklageschrift soll der 39-Jährige nie vorgehabt haben, das Auto tatsächlich zu kaufen. Stattdessen habe er das Geld für sich behalten wollen.

Dieser Vorwurf des Betruges konnte aber gestern nicht bewiesen werden. Der Angeklagte ließ durch seinen Verteidiger Jürgen Peitz eine kurze Erklärung abgeben, nach der er tatsächlich im Juni 2014 vom Chef des Autohauses 10.000 Euro erhalten haben, um in Düsseldorf ein Auto zu kaufen. Er habe vor Ort auch mit dem potenziellen Verkäufer verhandelt.

Als der aber plötzlich nicht mehr 10.000 Euro für den Mercedes haben wollte, sondern 15.500 Euro, sei er unverrichteter Dinge wieder gefahren. Abends sei er in einem »Etablissement« gewesen, wo ihm »unter streitigen Umständen« das Geld abhanden gekommen sei. Angeblich habe er vergessen, das Auto abzuschließen, und das Geld sei aus dem Handschuhfach gestohlen worden. »Er hat sich nicht strafbar gemacht, hat seinen Auftraggeber nicht getäuscht und wollte das Geld auch nicht für sich«, schloss der Verteidiger.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 15. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Harsewinkel.

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