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Feuer am Holzhaus gelegt: Staatsschutz ermittelt

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Harsewinkel (WB). Auf die Flüchtlingsunterkünfte am Prozessionsweg ist ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Bielefelder Polizei erst am Donnerstag mitteilte, haben Unbekannte am Wochenende versucht, eines der vier neu errichteten »Schwedenhäuser« anzuzünden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Michael Delker

An einem solchen Schwedenhaus, das in Harsewinkel für Flüchtlinge errichtet worden ist, wurde ein Brand gelegt. Foto: Carsten Borgmeier

Die Holzhäuser sind derzeit noch unbewohnt. Der Bielefelder Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten müssen herausfinden, ob fremdenfeindliche Gründe hinter der versuchten Brandstiftung stecken.

Entdeckt wurden die Brandspuren am Montag von einem Mitarbeiter der Stadt Harsewinkel. An zwei Stellen hatten der oder die unbekannten Täter versucht, eines der Häuser in Brand zu stecken. »Das Feuer erlosch offenbar von selbst«, teilte ein Sprecher der Bielefelder Polizei mit. Ein Schaden sei an den Gebäuden nicht entstanden.

Seinen Angaben zufolge muss sich die Tat in der Zeit von Freitag, 22. Januar, 13.30 Uhr, bis Montag, 25. Januar, auf dem Gelände am Prozessionsweg ereignet haben. Um den oder die Brandstifter zu finden, bittet der Staatsschutz die Bevölkerung um Mithilfe. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wendet sich bitte unter Tel. 0521/5450 an die ermittelnden Beamten.

Die  »Schwedenhäuser« waren im Spätherbst von der Stadt Harsewinkel zur Flüchtlingsunterbringung errichtet worden. Die Gebäude verfügen jeweils über 80 Quadratmeter Grundfläche. In vier Wohnräumen können bis zu acht Personen untergebracht werden, dazu gibt es einen 23 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum, Küche und Sanitäranlagen. Jedes Holzhaus hat etwa 100.000 Euro gekostet.

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