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Internationaler Luftzirkus bietet 400 Modellflugzeuge und lockt 3000 Besucher an

»Brummer« starten im Minutentakt

Harsewinkel (WB). Auf keinem Flughafen der Welt landen und starten im Minutentakt mehr Flugzeuge unterschiedlichster Bauweisen als auf den Kuhwiesen in Harsewinkel. Das wurde am Pfingstwochenende bei der 58. Auflage des »Internationalen Luftzirkus« deutlich.

Gabriele Grund

Ganz schön was los: Auf dem »Airport« auf der Kuhwiese sind mehr als 400 Modellflugzeuge zu bestaunen. Foto: Gabriele Grund

180 Piloten aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, aus Belgien und sogar aus Italien gaben sich auf Einladung des Ikarus Modellflugvereins Harsewinkel im Mekka für Modellflieger die Ehre. Mehr als 3000 Besucher wollten die fliegerischen Leistungen und Modellvielfalt der hochkarätigen Piloten mit den teilweise echten High-Tech-Sportgeräten sehen.

Den Modellflugaffinen Männer und Frauen jeden Alters wurde herrliches Frühlingswetter und eine aufwändig und gut durchorganisierte Veranstaltung beschert. Seit Jahren zeichnet sich ein spürbar steigendes Interesse von Modellfliegern und Besuchern an dieser gelungenen Veranstaltung ab. Das beweist, dass das Konzept zwischen Flugschau und Familienfest auch Menschen begeistert, die nicht unbedingt mit voller Leidenschaft dem Modellflug frönen.

Fliegerische Besonderheiten und echte Präzisionsleistungen an den 2,4 Ghz-Fernsteuerungen präsentierten die Luftzirkus-Artisten mit mehr als 400 Modellflugzeugen auf der Gras-Rollbahn des »Internationalen Airport« in den Kuhwiesen. Dank des hohen Sicherheitsstandards und einer ausgeklügelten Programmgestaltung war der Luftzirkus auch diesmal wieder eine der hochkarätigsten Modellflugschauen Europas. Dabei gebührte vor allem den mehr als 50 ehrenamtlichen Modellflugvereinsmitgliedern und deren Familienangehörigen eine Menge Lob. Im stundenlangen Flugverkehr waren Sport- und Nutzflugzeuge, Düsenjets, Kampfbomber, Doppeldecker, Hubschrauber, Segelflieger, seltene Oldtimer sowie wertvolle Großmodelle aus der Linienfliegerei zu bestaunen. Im Minutentakt starteten und landeten Kleinstflieger aber auch richtig dicke »Brummer«, wie der originalgetreue 1:14-Nachbau der Concorde und einer MD-11 in rot- weißer Airline-Lackierung.

700 Stunden haben Norbert Hesse und sein Sohn Dennis Hesse aus Rietberg, seit vielen Jahren ein gefragtes Expertenteam in Sachen Großmodelle, vor einigen Jahren in die perfekte Nachbildung des 3,85 langen und 24,3 Kilo schweren Passagierfluges mit einer 3,50 Metern Spannbreite investiert.

Das Modellflug schon lange kein Altherren-Hobby mehr ist, machten auch die vielen jungen Modellflieger deutlich. So wie Jannik Wirth. Der zwölfjährige aus Häger ist seit zwei Jahren dabei.

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