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Harsewinkel

Claas forscht an Künstlicher Intelligenz

Harsewinkel (gl)

Claas beteiligt sich laut Mitteilung an der Erforschung von Anwendungsbereichen für Künstliche Intelligenz. Denn gerade die Landwirtschaft biete aufgrund ihrer Komplexität viele Themenfelder, in denen Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll eingesetzt werden könne, heißt es.

Seit Anfang des Jahres ist Claas-E-Systems Partner bei den Projekten Agri-Gaia und Ressourceneffiziente KI für eingebettete Systeme in Landmaschinen, kurz Reskil. Künstliche Intelligenz könne Landwirten und Lohnunternehmern dabei helfen, ihre Arbeit besser zu planen und zu steuern, teilt Claas mit. Zudem würden sie von Routinetätigkeiten entlastet. Gerade aufgrund der Vielzahl teils schwer vorhersehbarer Einflussfaktoren, zum Beispiel das Wetter, und zahlreicher Wechselwirkungen biete sich KI für die Landwirtschaft an. Dafür kommen beispielsweise Kamera- und Satellitenbilder zum Einsatz, die große Mengen an Daten zur Verfügung stellen. Diese müssen in möglichst kurzer Zeit gespeichert und ausgewertet werden.

Die Algorithmen, die in der KI eingesetzt werden, unterscheiden sich grundlegend von herkömmlicher Software. Sie „lernen“ selbstständig, indem sie große Datenmengen analysieren und dadurch immer besser werden. „Wenn zum Beispiel eine große Menge Bilder von abgeernteten Feldern analysiert wurde, kann die KI irgendwann sehr zuverlässig abgeerntete und nicht abgeerntete Flächen unterscheiden. Dem Mähdrescher kann dann mitgeteilt werden, wo er noch ernten muss und wo nicht“, erläutert Dr. Thilo Steckel von Claas-E-Systems. Um die großen Datenmengen, die die KI benötigt, zur Verfügung zu stellen, braucht es eine vertrauenswürdige und leistungsfähige Infrastruktur. „KI wird eines der Werkzeuge sein, um die Landwirtschaft noch ressourcenschonender und nachhaltiger zu gestalten, aber gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu steigern“, resümiert Steckel.

 Im Projekt Agri-Gaia arbeitet ein namhaftes Konsortium aus Industrie und Forschung an der Realisierung eines offenen KI-Standards für die Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Basis der europäischen Cloud-Initiative Gaia-X. Gemeinsam mit Unterstützern aus Verbänden, Forschung, Politik und Industrie arbeitet die strategische Allianz unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) daran, eine offene und dezentrale Infrastruktur für die Entwicklung und den Austausch von KI-Algorithmen in der Landwirtschaft zu entwickeln. So kommt das Projekt der gesamten Agrarbranche zugute und ermöglicht innovative Geschäftsmodelle. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund zwölf Millionen Euro gefördert und ist für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt.

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