1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Harsewinkel
  6. >
  7. Der älteste Verein der Stadt

  8. >

Bürgerschützen- und Heimatverein feiert 175-jähriges Jubiläum

Der älteste Verein der Stadt

Harsewinkel (WB). Wir schreiben das Jahr 1845. Der elfte US-Präsident wird ins Amt eingeführt. Er heißt James K. Polk und löst John Tyler ab. In Dresden wird die Richard-Wagner-Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg” uraufgeführt. Und in Harsewinkel schlägt die Geburtsstunde des Bürgerschützen- und Heimatvereins. „Wir sind der älteste Verein der Stadt“, sagt Pressewart Kurt Lenknereit.

Stefanie Winkelkötter

Aus dem Jahr 1893 stammt das erste Foto eines Harsewinkeler Schützenkönigs: Carl Haase hatte damals den Vogel abgeschossen. Foto:

Bernard-Stephan Meier Overesch gründet 1845 die Schützengesellschaft

Der Kolon Bernard-Stephan Meier Overesch gründet die Schützengesellschaft, die später – 1977 – ihren heutigen Namen erhält. Über weitere Gründungsmitglieder ist nichts bekannt. Aber zwei Jahre später, verrät die Chronik, zählt der Verein bereits 59 Aktive. Heute sind es 1250 Männer und Frauen, die in 18 Kompanien und Abteilungen organisiert sind. Sie alle freuen sich auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr. Denn das 175-jährige Bestehen des Bürgerschützen- und Heimatvereins wird mit einem großen Programm das ganze Jahr über gebührend gefeiert.

Feiern konnten die Schützen schon immer gut

Feiern konnten die Schützen schon immer gut. Die Schützenfeste waren stets richtige Volksfeste, bei denen es um den Schützengeist, die Geselligkeit und die Kameradschaft ging. Und die Brauchtumspflege – nicht umsonst wird seit 1957 der große Heimatorden an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das Vereinsleben und das Heimatwesen verdient gemacht haben. Erster Ordensträger ist Dr. August Claas, geehrt wird er von Präsident Julius Wilhalm, der seit 1951 im Amt ist.

Der Erste Weltkrieg bringt das Vereinsleben zum Erliegen

Apropos: Nur elf Präsidenten und zwölf Kommandeure sind seit 1845 verzeichnet. Als ersten Schützenkönig 1847 weisen die Annalen Bernhard Kessler aus. Die Schützenfeste finden zunächst statt im Gasthof Koch. Der Erste Weltkrieg bringt das Vereinsleben zum Erliegen, das erste Schützenfest nach dem Krieg wird 1919 im Gasthof Wilhalm gefeiert. Auch während des Zweiten Weltkriegs ruhen die Vereinsaktivitäten. Später wird das Schützenfest im Buschkamp gefeiert, seit 1964 auf dem Heimathof.

Eine eigene Schützenkapelle (1903), die Gründung einer Schießsportabteilung (1953), die Gründung der Kinder-Ehrengarde samt Einführung eines Kinderschützenfestes (1971/1972), die 1980 aus der Taufe gehobene Damenkompanie und die ebenfalls 1980 entstandene Jungschützenabteilung undundund – Stillstand war und ist in diesem Verein ein Fremdwort.

Kurt Lenknereit

Stolz ist man beim Bürgerschützen- und Heimatverein darauf, ein Verein für alle Menschen zu sein. Das gesellschaftliche Miteinander ist wichtig, seit 2006 richtet der BSV jährlich ein eigenes Schützenfest für die Lebenshilfe aus. Kurt Lenknereit bringt es auf den Punkt: „Das Kürzel BSV steht auch für Bürgerlich – Sozial – Verantwortungsvoll.“

Startseite