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Milderes Urteil für Messerstecher (30) erwartet

Doch nur gefährliche Körperverletzung?

Harsewinkel/Bielefeld (WB/wes). Weil er seinen Nebenbuhler mit einem Messer schwer verletzt hat, soll ein 30-jähriger Zuwanderer aus Bangladesch nun für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

Symbolbild Foto:

Das fordert Staatsanwalt Sven Lausten vor dem Bielefelder Landgericht im Prozess um die blutige Messerattacke, die sich am 5. Juni 2018 in Harsewinkel am Tecklenburger Weg ereignet hat (wir berichteten bereits mehrfach) .

Auch die 34-jährige Komplizin des Täters soll wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von einem Jahr erhalten. Zu Beginn des Prozesses forderte der Staatsanwalt noch, den 30-Jährigen wegen versuchten Totschlags hinter Gitter zu bringen. Da der Zuwanderer aus Bangladesch nach einem Messerstich von dem Opfer, ein 24-jähriger Landsmann, ab sah, geht Staatsanwalt Lausten nur noch von gefährlicher Körperverletzung aus und damit von einer milderen Strafe.

Beide, der 30-Jährige und die 34-Jährige, hatten das spätere Opfer in eine Wohnung am Tecklenburger Weg gelockt. Da die 34-Jährige eine Affäre mit beiden Männern hatte, und der auf Asyl wartende 30-Jährige davon Wind bekam, lockte er den 24-Jährigen in die Wohnung und stach mit einem Messer auf ihn ein. Die Klinge durchstieß Zunge und Mundraum, schwer verletzt lief der 24-Jährige auf die Straße, wo schließlich Passanten den Rettungswagen riefen.

Das Urteil in dem Prozess vor dem Bielefelder Landgericht wird für den 20. Februar erwartet.

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