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Metallbau Stork beschäftigt 72 Mitarbeiter am Standort Marienfeld

Ein Exot wird 50

Marienfeld (WB). Mit zwei Beschäftigten und einem Bettsockelwinkel hat es angefangen: Inzwischen macht das Unternehmen Metalltechnik Stork eigenen Angaben zufolge 10,5 Millionen Euro Jahresumsatz und beschäftigt 72 Mitarbeiter. Der Betrieb besteht jetzt seit 50 Jahren.

Gabriele Grund

Firmengründer Gisbert Stork (links) uns sein Sohn Michael, der 1999 die Geschäftsführung übernahm, freuen sich, das 50-jährige Firmenbestehen feiern zu können. Am Standort Marienfeld arbeiten auf 20.000 Quadratmetern 72 Mitarbeiter. Foto: Grund

Am Donnerstag überreichte Dr. Christoph von der Heiden, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld, an Gisbert Stork (82) als Mitbegründer des gleichnamigen Metallbauunternehmens in Marienfeld die Ehrenurkunde.

Mit dem Seniorchef, der nicht nur bei den Pionieren der Bundeswehr gedient, sondern auch bei der Firma  Miele gelernt hat, ehe er mit seinem Cousin Clemens Stork am 1. November 1969 die Metallwarenfabrik zunächst in Gütersloh-Avenwedde gründete,  freut sich auch sein Sohn Michael Stork (54) über das Firmenjubiläum.

„Dieses Jubiläum ist für uns ein Geschenk. Vor allem für meinen Vater, denn das Unternehmen ist sein Kind“, sagt Michael Stork, der Werkzeugbau lernte und nach seiner Zeit bei der Marine noch eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat. Seit 20 Jahren ist er der Geschäftsführer der Firma.

Breit aufgestellt

Besonders freue er sich, dass sein Vater noch jeden Tag seinen Aufgaben als Prokurist nachkomme. Dass das Unternehmen bisher alle wirtschaftlichen Höhen und Tiefen im Metallhandwerk gemeistert habe, macht Michael Stork daran fest, dass man sich mit Kompetenz, Qualität und Ausrüstung breit aufgestellt habe. „Vermutlich haben uns die meisten Menschen zu Hause, ohne es zu wissen. Das liegt daran, das wir recht exotisch mit dem sind, was wir leisten.“

Während sich die meisten Metallbaubetriebe in den vergangenen Jahrzehnten auf eine Sparte spezialisiert hätten, favorisiere man bei Stork ein breit gefächertes und möglichst flexibles Produkt-Portfolio. Das reiche von kreativer Metalltechnik und Konstruktion, Werkzeugbau, Laser-Schweiß- und Stanztechnik über Baugruppenanfertigungen, Sondermaschinenbau bis hin zur Logistik von Werkzeugen, Sondermaschinen, Funktionsbeschlägen, Rahmen und Gehäusen, Lohnfertigung, Stanz-, Press- und Biegetechnik und Vorrichtungen. Und das von der Einzelanfertigung bis hin zur Produktion von beispielsweise acht Millionen Tür-Zargen.

Das erste Produkt, das Gisbert Stork und sein Cousin Clemens in der am 1. November 1969 gegründeten Metallwarenfabrik in Gütersloh-Avenwedde gefertigt hatten, war ein Bettsockelwinkel. 1972 erfolgte der Umzug nach Marienfeld.

Auf der Fläche der zuvor abgerissenen, alten Kornbrennerei Elmendorf entstand eine 800 Quadratmeter große Produktionshalle. Gisbert Stork erinnert sich daran, wie er das Grundstück per Handschlag gekauft hat. 1974 wurde ein Verwaltungsgebäude mit 160 Quadratmetern Nutzfläche sowie ein Hallenanbau mit 500 Quadratmetern errichtet.

Seit 1972 im Klosterdorf

In den folgenden Jahren etablierte sich Stork als Zulieferer für die Möbel- und Tor-Industrie. 1987 wurde der Werkzeugbau gegründet, 1991 wurden dort Zargenverbinder für Zimmertüren entwickelt und patentiert. Bis 2007 wurden nach Firmen-Angaben über 100 Millionen Stück gefertigt und verkauft.

1995 wurde die Produktionsfläche durch einen weiteren Anbau um 1780 Quadratmeter auf nun 3080 Quadratmeter ausgedehnt.

Gleichzeitig erfolgte eine Umfirmierung auf Stork GmbH & Co. KG – Metallwarenfabrik. Im Jahr 2002 wurden durch den Einsatz von spezieller Software Fertigungen von komplexen Funktionsbeschlägen, Sitzmechaniken, Fußteilauszügen, Lehnen und vielem mehr für namhafte Kunden möglich.

Zudem wurden erstmals junge Menschen als Werkzeugmechaniker für Stanz- und Umformtechnik ausgebildet. 2003 wurde die erste Laserschneidanlage in Betrieb genommen. Ein Jahr später stieg die Grundstücksgröße durch Zukäufe auf etwa 20.000 Quadratmeter.  2006 erfolgte ein Hallenneubau, zudem wurde ein Hochregallager in Betrieb genommen.

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