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Villa Claas und Gebäude Am Rövekamp beherbergen 55 Kinder

Ein Kindergarten unter zwei Dächern

Harsewinkel (WB). Nichts hält besser als ein Provisorium, sagt der Volksmund. Und diese Binsenweisheit trifft auch auf die neue Kindertageseinrichtung Villa Claas zu. Denn das frühere Wohnhaus von Günther Claas an der Straße Am Rövekamp sollte ursprünglich nur übergangsweise als Kita dienen, bis die Villa Claas an der Münsterstraße entsprechend umgebaut ist. Nun bilden beide Gebäude zusammen dauerhaft einen Kindergarten.

Stefanie Winkelkötter

Die Rutsche auf dem tollen neuen und von den Eltern mitgestalteten Außengelände testen (von links) Venia (4), Louis (7) und seine Schwester Marleen (4). Foto: Stefanie Winkelkötter

Dieser wurde am Freitagnachmittag mit einem bunten Fest eingeweiht. »Ursprünglich war geplant, eine zweigruppige Kindertagesstätte in der Villa der Familie Franz und Christina Claas an der Münsterstraße zu beziehen«, erinnerte Joachim Liebe-Freund, Geschäftsführender Gesamtleiter der von-Laer-Stiftung, die die Kita betreibt.

Obere Etage der Villa kann nicht genutzt werden

Aus zwei Gründen wurden diese Pläne geändert: Zum einen wurden in der Stadt Harsewinkel dringend weitere Kindergartenplätze benötigt, zum anderen wurde deutlich, dass die obere Etage der Villa aufgrund einer schmalen, steilen Treppe nicht genutzt werden kann. Das Stockwerk steht leer. Also wurde das Gebäude Am Rövekamp 1 langfristig in die Planung einbezogen, dort befinden sich nun eine Gruppe für Unter-Dreijährige und eine für Über-Dreijährige, Bewegungs- und Schlafräume. Dazu gibt es neuerdings eine Gruppe für Über-Dreijährige in der Villa vis-à-vis.

55 Kinder werden von Leiterin Viktoria Fülling und ihren zwölf Mitarbeiterinnen betreut. Ein großer, toller Außenbereich mit Rutschen, Klettermöglichkeiten, Schaukeln und allem, was Kinderherzen höher schlagen lässt, verbindet die beiden Häuser.

Baubeginn am Prozessionsweg steht unmittelbar bevor

Auch Leonie Claas, Enkelin der früheren Besitzer Christine und Franz Claas, kam zur Einweihung. »Ich bin in diesem Gebäude praktisch aufgewachsen und freue mich, dass sich hier wieder Kinder wohlfühlen«, sagte sie. Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dop­heide ist natürlich immer froh, wenn neue Kindergartenplätze in der Mähdrescherstadt entstehen. Sie sagte: »Dieser Ort ist sehr geeignet, Kinder wachsen zu lassen. Dies hier war immer eine sehr kinderreiche Gegend – das passt.«

Mit der Villa Claas und den weiteren Kindergartenplätzen, die aktuell in Harsewinkel entstehen – an der neuen Kita am Prozessionsweg steht der Baustart unmittelbar bevor, in Marienfeld geht eine zehnköpfige Gruppe im früheren Trockendock im September an den Start – hat sich die Lage deutlich entspannt.

So sieht es auch Marianne Tröster vom Kreisjugendamt: »Wir werden nie sagen können, dass alle Kinder versorgt sind, weil in diesem Bereich immer Bewegung herrscht, aber es sieht im Moment ganz gut aus.« Für die Schwedenhäuser am Rathaus, die leer stehen werden, wenn die Kita am Prozessionsweg fertig ist, werden derzeit zwei Tagesmütter gesucht, um eine Großtagespflege einzurichten.

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