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4,5 Millionen Euro in Marienfeld investiert: Arvato-Zentrallager ist fertig

Eine Halle, viele Handys

Marienfeld (WB). Viereinhalb Millionen Euro sind in den Neubau des Arvato-Zentrallagers im Klosterdorf geflossen. Es ist fertig, die Mitarbeiter verpacken bereits fleißig die Handys im Auftrag von Vodafone und Telefonica.

Elke Westerwalbesloh

Am Arvato-Standort in Marienfeld wurde ein neues Zentrallager angebaut. Insgesamt 4,5 Millionen Euro wurden investiert. Foto: Elke Westerwalbesloh

Und das auf einer Gesamtfläche von 32.000 Quadratmetern. Neu hinzugekommen sind 16.400 Quadratmeter. Durch die Aufgabe des Standortes Herzebrock-Clarholz an der Dieselstraße ist die Zahl der Mitarbeiter in der Logistik (Supply Chain Management, SCM) von 160 auf insgesamt 350 am neuen Standort angewachsen. Wie Arvato-Pressesprecher Gernot Wolf schon vor einem Jahr erklärte, sollten die Arbeitsplätze ohne Verlust komplett an die Bielefelder Straße nach Marienfeld verlagert werden.

Reparaturgeschäft ist stark geschrumpft

Von den 300 Mitarbeitern in Herzebrock-Clarholz sind nun 190 mit nach Marienfeld übergesiedelt. Wolf erklärte die Standortaufgabe in Herzebrock mit der »Anpassung der Dienstleistungsstrukturen«. Denn das Reparaturgeschäft von alten, kaputten Handys ist in den vergangenen Jahren in Herzebrock derart geschrumpft, dass zum Schluss nur noch 60 Mitarbeiter (zu Hochzeiten waren es 400) für alle Anbieter (Nokia, Samsung, Sony Ericsson, LG) die Mobiltelefone wieder funktionsfähig machten.

Ausschlaggebend für die Änderung der Marktlage im Rapair-Geschäft in Herzebrock-Clarholz war der Verlust des Kundenauftrags vom chinesischen Mobilgerätehersteller HTC im Jahr 2014. Damals waren auf einen Schlag 100 Arbeitsplätze weg; weitere folgten nach und nach. Dennoch gibt Arvato das Reparaturgeschäft nicht gänzlich auf.

Versand nur noch für Vodafone und Telefonica

Mit umgezogen nach Marienfeld ist der Standortleiter Jürgen Momberg, der bereits in Herzebrock die Betriebsstätte geführt hat. Arvato liefert vom neuen Zentrallager aus Handys in die ganze Welt – allerdings jetzt nicht mehr für alle, sondern nur noch für zwei Mobilfunkanbieter: Vodafone und Telefonica.

Von der Zusammenlegung in Marienfeld erhofft sich Arvato Vorteile. »Der Standort Marienfeld bietet für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen die beste Infrastruktur«, erklärt das Unternehmen. »Durch ähnliche Prozesse können zudem Synergieeffekte genutzt werden«, heißt es weiter.

Beim Packen, bei der Auslieferung, bei der Buchhaltung, bei der Planung – es sind etliche Arbeitsabläufe denkbar, die für beide Kunden gleich sind. Auch die Empfänger, Handyshops etwa, bekommen ihre Ware nun nicht mehr von zwei Boten, sondern nur noch von einem.

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