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Harsewinkel

Eine skurrile Panne im Freibad

Harsewinkel (jau) - Das Planungsbüro GSF mit Sitz in Hamm hat den Eröffnungstermin für das Harsewinkeler Freibad schon des Öfteren verschoben. Jetzt halten die Planer aber steif und fest an dem zuletzt genannten Termin  - Ende September soll es soweit sein - fest. Sieht das die Stadt genauso?

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Der Fachgruppenleiter Tiefbau/Städtische Betriebe im Rathaus, Christoph Dammann: „Ich erspare mir eine Stellungnahme zum Terminplan des Büros.“ Das sagt er am Mittwoch beim Rundgang der Mitglieder des Betriebsausschusses über die Freibad-Baustelle.

„Wir würden hier 2020 gern noch Leute schwimmen sehen.“

Der Rathausmitarbeiter geht aber trotz aller bisherigen Schwierigkeiten mit dem Büro – dem fehlenden Bauzeitenplan, diversen Mängeln und, und, und – davon aus, dass das Freibad noch in diesem Jahr öffnen wird – und wenn es erst im Oktober ist: „Wir würden hier 2020 gern noch Leute schwimmen sehen.“

Teilweise sieht es noch wild aus

Blickt man vom neuen Schwimmmeisterhäuschen aus auf das große Becken, dann sieht es für den Laien so aus, als ob die Arbeiten zügig abgeschlossen werden könnten. Das Edelstahlbecken ist eingebaut, die Sprungtürme stehen, die Kletterwand auch, die wellenförmigen Liegen ebenfalls. Es ist gepflastert, der Rasen ist eingesät. Der Bistrobereich ist neu verkleidet. „In diese Richtung sieht es tatsächlich gut aus, aber man muss sich nur mal umdrehen“, sagt Christoph Dammann während des Rundgangs. Und tatsächlich. Rund um den Plansch- und Spielbereich für die ganz jungen Freibadbesucher sieht es noch wild aus. Dort muss noch einiges angepackt werden. Auch der gummierte Fallschutzbelag fehlt noch – ebenso wie die Verglasung im Schwimmmeisterhaus, von wo aus man einen freien Blick gen Norden, Süden, Osten und Westen hat.

Fliesen in den Umkleiden sollen ab dem 7. September gelegt werden

In den Umkleiden wurde gestrichen, auch die Fenster sind schon drin. Die Fliesen sollen dort ab Montag, 7. September, verlegt werden. Und auch die Umkleideabtrennungen fehlen noch. Technisch muss auch noch einiges passieren. In der nächsten, spätestens in der darauffolgenden Woche sollen die Zuleitungen gespült werden. Erst danach können langsam die Becken mit Wasser gefüllt werden. Start soll im kleinen Becken sein. Allein für das große Schwimmerbecken werden gut zweieinhalb Wochen veranschlagt.

Wasseruntersuchung dauert mehrere Wochen

Auch müssen noch Wasserproben genommen werden, die im Labor auf Legionellen untersucht werden. „Bis die Ergebnisse vorliegen, vergehen Wochen“, weiß der Mitarbeiter der Harsewinkeler Stadtverwaltung. Von den vielen Pannen im Freibad kann Christoph Dammann gleich mehrere Lieder singen.

Die Dusche tropft

Den Politikern fällt beim Rundgang direkt die Außendusche am großen Becken auf, die seit der vergangenen Woche steht. Seitdem läuft dort das Wasser aus dem Duschkopf. „Sie ist nicht dicht“, so der Kommentar von Christoph Dammann.

Eine skurrile Panne

Außerdem berichtet er davon, dass die Bahnen im Hauptbecken zwischenzeitlich nicht gleich lang waren. „Das waren nicht überall 50 Meter. An bestimmten Stellen der Stirnseite fehlten Millimeter, an anderen Zentimeter. Daraufhin musste alles begradigt werden. Jetzt ist es so, wie es sein soll. Skurril, aber dadurch sind uns keine Mehrkosten entstanden“, so Dammann.

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