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Erst die Messe, dann der Empfang: Kfd St. Paulus Harsewinkel feiert 50. Geburtstag

Frauen machen gemeinsame Sache

Harsewinkel (WB). Männer nehmen sie zu ihren Treffen eher selten mit. Es sei denn, sie brauchen Hilfe beim Stühle schleppen für einen bunten Nachmittag. Oder sie feiern den 50. Geburtstag ihrer Kfd St. Paulus, wie diesen Sonntag.

Elke Westerwalbesloh

Kfd-Sprecherin Albertine Frerich (69) hat für den Geburtstag der Gemeinschaft alte Vorstandsbilder zusammengesucht. Diese wird sie beim Empfang zeigen. Foto: Elke Westerwalbesloh

»Da dürfen unsere Angetrauten natürlich mit. Das sollen sie sogar«, betont Albertine Frerich, die Sprecherin der Kfd St. Paulus, ausdrücklich und lacht. Sie ist seit acht Jahren die Chefin der munteren Frauentruppe.

Insgesamt 250 Mitglieder sind in der Gemeinschaft vereint. Sie treffen sich zu Handarbeitsnachmittagen, Kaffeekränzchen, Theaterworkshops, zum Singekreis, zur Gymnastik, zum Kegeln oder einfach mal zur Messe mit anschließendem Frühstück – um nur einige Aktionen zu nennen.

Auf die Frage, was die Kfd ausmacht, hat Frerich prompt eine Antwort: »Ich hatte von Anfang an einen Draht zu den Frauen«, sagt die 69-Jährige. Es mache einfach Spaß, sich mit Gleichgesinnten zu treffen.

Fröhliche Zeit in Enschede verbracht

Wie erst kürzlich, als 43 Frauen zusammen nach Enschede gefahren sind. »Einfach ein bisschen bummeln, auf den Markt gehen«, sagt Frerich. Sie sei zum Bus gekommen und »man hat sich sofort was zu erzählen«, beschreibt sie das für sie überwältigende Gemeinschaftsgefühl.

Die kontaktfreudige Seniorin erzählt, dass die Frauengemeinschaft heute um jedes junge Mitglied kämpft. Früher sei jede Frau automatisch mit der Heirat in dem »Mütterverein« gelandet, berichtet sie von den Anfängen. Nach und nach hat sich aus dem »Mütterverein« schließlich vor 50 Jahren die Kfd St. Paulus entwickelt. Mit 400 Mitgliedern ist die Gemeinschaft gestartet – heute sind es 250.

Die erste Vorsitzende der Kfd St. Paulus war Mathilda Bartsch. 1968 ist sie unter der Leitung von Pfarrer Karl-Gerd Haggeney von den Frauen gewählt worden. Ihr zur Seite standen Ruth Friedrich und Maria Cordes. Auf Bartsch folgte dann ab 1972 für ganze 14 Jahre Antonia Paschedag. Sie löste Christel Busmann ab, gefolgt von Annemie Prein, Susanne Dudler und schließlich Albertine Frerich.

Zusammenlegung der Frauengemeinschaften ist vom Tisch

Bei der 69-Jährigen laufen heute die Fäden zusammen. »Im September haben wir unsere Mitgliederversammlung mit Neuwahlen«, erklärt Frerich und lässt durchblicken, dass sie auf keinen Fall weiter als Sprecherin fungieren wird.

Die Idee, alle Harsewinkeler Frauengemeinschaften zu einer zu firmieren, die haben die Frauen verworfen. »Dann wären wir um die 1000 Mitglieder«, sagt sie, dass die Organisation kompliziert werden würde. Eine Lösung ist also noch nicht in Sicht.

Zum 50. starten die Frauen am Sonntag, 24. Juni, um 9 Uhr mit einer Messe. Später gibt’s einen Empfang im Pfarrheim. Und dieses Mal dürfen die Männer mit – so ganz ohne Stühleschleppen.

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