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Barrierefreiheit als Ziel: Kardinal-von-Galen-Schule erhält zwei Aufzüge

Großbaustelle Grundschule

Harsewinkel (WB). Während die Sommerferien soeben in die zweite Halbzeit gegangen sind und an vielen Schulen Ruhe herrscht, gibt es an der Kardinal-von-Galen-Schule viel zu tun. Die Arbeiten, um Harsewinkels größte Grundschule barrierefrei zu machen, laufen auf Hochtouren.

Stefanie Winkelkötter

Ein Baukran an der Straße Am Pfingstknapp zeigt: An der Kardinal-von-Galen-Schule herrscht trotz der Sommerferien keine Ruhe. Derzeit bekommt die Schule zwei Aufzüge und kommt der Barrierefreiheit damit ein Stückchen näher. Foto: Stefanie Winkelkötter

Im vergangenen Jahr sind in den Sommerferien bereits die Schulflure so umgestaltet worden, dass sie auch für den Unterricht genutzt werden können. In diesem Jahr sind nun die beiden Aufzüge an der Reihe, die die Schule künftig auch für Rollstuhlfahrer von der Straße Am Pfingstknapp aus erreichbar machen. Einer der Aufzugtürme ist im Rohbau fertig, beim zweiten Aufzugsturm soll nächste Woche das Fundament gegossen werden.

Aktuell kein Kind im Rollstuhl

Durch einen der Aufzüge wird einer der früheren Eingänge zugebaut. Beim anderen Aufzugsturm wurde die Fassade weiter nach außen verlegt. »Hier sind die Dachdecker im Moment dabei, den Aufzug und den Anschluss seitlich an das Gebäude abzudichten«, weiß Andreas Harneke von der Bauverwaltung, der für die Schulen zuständig ist. »Die Aufzugstechnik kommt aber erst Ende September, so dass die Aufzüge nicht bereit zu Beginn des Schuljahres zu nutzen sind.«

Harnekes Kenntnis nach besucht aktuell aber sowieso kein Kind die Kardinal-von-Galen-Schule, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Die Grundschule mitten im Zentrum ist bekanntlich Harsewinkels einzige Grundschule mit dem Schwerpunkt des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Handicap.

Ende 2020 soll alles fertig sein

Auch wenn die Aufzüge dann noch nicht funktionieren, soll zum Ende der Sommerferien aber der verbleibende Eingang vom Pfingstknapp so hergerichtet sein, dass dieser gefahrlos benutzt werden kann. »Funktionsfähig sind die Aufzüge wohl zum Jahresende, bis dahin müssen noch Fliesen verlegt werden, es muss verputzt und angestrichen werden«, macht Harneke deutlich, dass man noch nicht am Ende der Arbeiten angelangt ist.

Apropos Ende der Arbeiten: Nach den Aufzügen ist noch nicht alles fertig. Im kommenden Jahr soll zum Schulhof hin noch ein neuer Treppenturm mit einer Rampe entstehen, die ebenfalls einen barrierefreien Zugang zum Gebäude ermöglicht. Und das kleine Foyer, das auch als Aula genutzt wird, ist ebenfalls noch an der Reihe – hier geht es vor allem um Bandschutzmaßnahmen. Harneke: »Ende 2020 soll alles fertig sein.« Damit ziehen sich die Arbeiten über drei Jahre, was zum einen daran liegt, dass zunächst keine Handwerker gefunden werden konnten, und zum anderen, dass nicht alles bei vollem Schulbetrieb realisiert werden kann. Insgesamt investiert die Stadt 880.000 Euro in den barrierefreien Ausbau der Grundschule.

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