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Harsewinkel

Harsewinkeler Klagemauer in St. Lucia

Harsewinkel (rast) - Unter dem Motto „Hören, Schweigen und Bitten in der Corona-Pandemie“ veranstalten die christlichen Gemeinden in Harsewinkel in der St.-Lucia-Kirche eine Reihe mit ökumenischen Gottesdiensten. Los geht es am kommenden Mittwoch, 24. Februar, um 19 Uhr.

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Stehen hinter der Klagemauer in der St.-Lucia-Kirche: (v. l.) Jörg Eulenstein, Martin Liebschwager, Matthias Mönig, Matthias Piontek und André Pollmann. Foto:

Vertreten sind mit Matthias Mönig, David Celik, Martin Liebschwager, Jörg Eulenstein und Matthias Piontek Geistliche der aramäischen, der katholischen und der evangelischen Kirche. Wie André Pollmann erklärt, ist es auch für glaubende Menschen schwer, die Ohnmacht, die Ratlosigkeit und die Widersprüche der Corona-Krise auszuhalten.

Präsenzgottesdienste seit Aschermittwoch in der Pfarrkirche

Seit Aschermittwoch finden in der St.-Lucia-Kirche wieder Präsenzgottesdienste statt. Aus diesem Grund wurde vor dem Altar in der St.-Lucia-Kirche eine Mauer aus roten Gittersteinen aufgebaut.

Wünsche, Sorgen, Ängste oder Klagen

Das sei in Anlehnung an die Klagemauer in Jerusalem geschehen. Gläubigen aus Harsewinkel soll so die Gelegenheit gegeben werden, ihre Wünsche, Sorgen, Ängste oder Klagen zu äußern. Dafür liegen auf einem Tisch bunte Zettel und Stifte bereit. „Ganze Sätze oder einzelne Worte. Wütend, traurig, oder nachdenklich – alles darf sein“, erklärt André Pollmann. Die beschriebenen Zettel können anschließend in die Gittersteine der Harsewinkeler Klagemauer gesteckt werden. Ostern sollen sie dann bei dem symbolischen Osterfeuer in der Kirche verbrannt werden.

Evangelische Gemeinde setzt Gottesdienste weiter aus

Mit Matthias Mönig startet die Gottesdienst-Reihe. „Wir steigen später ein“, sagt der evangelische Pfarrer Martin Liebschwager. „Alle evangelischen Gemeinden im Kirchenkreis Halle setzen ihre Gottesdienste weiter aus“, sagt Jörg Eulenstein. Damit würden sie einer Empfehlung der Landeskirche folgen. Erst wenn der politische Lockdown beendet sei, würde sich auch die evangelische Kirche an der Aktion beteiligen. Martin Liebschwager leitet am 10. März den Gottesdienst. „Sofern der Lockdown dann hoffentlich ein Ende hat“, sagt der evangelische Pfarrer.

Die Zeiten im Überblick

Die Gottesdienste finden immer mittwochs, 19 Uhr, in der St.-Lucia-Kirche statt: am 24. Februar mit Matthias Mönig, am 3. März mit David Celik, am 10. März mit Martin Liebschwager, am 17. März mit Jörg Eulenstein und am 24. März mit Matthias Piontek.

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