1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Harsewinkel
  6. >
  7. Kitas: CDU will besser planen

  8. >

Prüfung von flexibleren Zeiten

Kitas: CDU will besser planen

Harsewinkel (WB/sw). Fürs Kindergartenjahr 2021/22 will die CDU bereits jetzt die Weichen stellen. Immer wieder mussten in der Vergangenheit provisorische Lösungen gefunden werden, um möglichst viele Kinder in Kindertageseinrichtungen unterbringen zu können. Dies soll in Zukunft anders sein. Einen entsprechenden Antrag stellen die Christdemokraten an die Stadtverwaltung. Es soll nicht mehr vorkommen, dass Räume zu Lasten der Nutzer umgewidmet werden, wie es beim Trockendock der Fall war.

Die CDU fordert eine verlässliche Kita-Planung in Harsewinkel. Foto: Stefanie Winkelkötter

„Leider haben wir in letzter Zeit immer wieder erleben müssen, dass die Reaktionszeit zwischen Erfassung der Bedarfe an Kindergartenplätzen und deren Bereitstellung zwischen sechs und neun Monaten lag, so dass vernünftige Lösungen sehr zeitversetzt erfolgen konnten“, kritisieren Fraktionssprecherin Dr. Angelika Wensing und Alexia Leghissa, Mitglied des Sozialausschusses. Als Beispiele nennen sie auch die provisorische Unterbringung von Kindern in den Schwedenhäusern bis zur Fertigstellung der Kita am Prozessionsweg.

Provisorien sollen ein Ende haben

„Wir möchten, dass die Planungszeit verlängert wird, indem jetzt wir unmittelbar für 2021 vorsorgen und diese Überlegungen in die Planungen anderer Fachbereiche wie zum Beispiel beim Erstellen von Bebauungsplänen mit einbeziehen“, so die beiden Politikerinnen. Sie verlagen von der Verwaltung einen detaillierten Vorschlag, wie die Stadt Harsewinkel dem gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung in allen drei Ortsteilen in den kommenden Jahren gerecht werden kann und darüber hinaus zu prüfen, ob es aktuell in Harsewinkel Bedarfe für flexiblere Kinderbetreuungszeiten gibt, also vor 7.30 und nach 17 Uhr.

Zu 90 Prozent fördert das Land Baumaßnahmen

Im jüngsten Sozialausschuss wurde festgestellt, dass in allen drei Ortsteilen für das Kindergartenjahr 2020/21 Plätze fehlen. Daher sollte nun schon nach Lösungen gesucht werden, die unter Umständen auch Neu- oder Anbaumaßnahmen erfordern.

Das Land NRW habe mit der Verabschiedung des neuen Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetzes verbindliche Zusagen gemacht, dass alle erforderlichen neuen Kinderbetreuungsplätze zu 90 Prozent vom Land finanziert werden. Vor diesem Hintergrund sollte frühzeitig beraten werden, ob der stetig steigende Bedarf an Betreuungsplätzen mit Neubauprojekten oder Erweiterungsmaßnahmen im Bestand gedeckt werden könne, fordern Wensing und Leghissa:  „Sollte sich die Notwendigkeit eines Neubaus ergeben, so die Politikerinnen, könnte dieser noch in den derzeit laufenden Planungen neuer Baugebiete berücksichtigt werden.“

Startseite