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Harsewinkel

Klasse Start für neuen Farmhouse-Chef

Harsewinkel (upk)

Drei Stunden inspirierende Musik im Garten des Farmhouse Jazzclubs: Den Swing des Matteo-Raggi-Quartetts hat auch der erst vor zehn Tagen gewählte neue Vereinspräsident, Dr. Felix Oestersötebier, bei der Matinee am Sonntag genossen. „Ich weiß, dass es sich lohnt“, sagte der Chef.

Frisch zum Farmhouse-Chef gewählt: Dr. Felix Oestersötebier. Foto:

Schließlich habe er die Band schon am Vorabend gehört. Mit dem aus dem italienischen Bologna stammenden Tenorsaxo-fonisten Raggi und seinen Kollegen waren in Harsewinkel ein-mal mehr Musiker zu Gast, die gut ins bewusst abwechslungs-reich und vielseitig konzipierte Programm des Vereins passen. „Es sind keine absoluten Weltstars, die in Harsewinkel spielen, sondern eher handverlesene Insider- und Geheimtipps aus den In- und Ausland, interessante Newcomer oder hervorragende Lokalmatadore“, heißt es in der ersten Pressemitteilung des neuen Vorstands. Im Clubhaus sitze man beinahe mit ihnen auf der Bühne und könne mit ihnen in der Pause ein Bier trinken oder eine Bratwurst essen. Wohl wahr.

„Unser Auftrag ist, Jazz mit neuen Ideen und einem breit gefächerten Programm allen näher zu bringen“, brachte der neue Präsident die Ziele des Vereins noch einmal auf den Punkt: „Dabei wollen wir auch im Sinne von Jochen weitermachen“, erinnerte er an seinen Vorgänger Jochen Belz, der auf der Jahreshauptversammlung im Juli nach 53 Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte und zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden war.

Zurück zum Konzert. Es war nicht nur der gefragte italienische Saxofonist Matteo Raggi, der mit seinem sanften, gefühlvollen Sound das Publikum begeisterte, sondern auch die gut aufgelegten Musiker an seiner Seite: Bassist Walfried (Wally) Böcker mit seinem facettenreichen Spiel, Martin Sasse am Piano und Drummer Joost van Schaik bekamen immer wieder Applaus. Kurz: Es gab viel Raum für wunderbar zelebrierte Soli, dann wieder präsentierte sich das Quartett als Duo und Trio.

Mitgebracht hatte das Matteo-Raggi-Quartett viele Titel aus dem Repertoire von Cole Porter und George Gershwin. Aber auch Vincent Youmans bekannter Jazzstandard von 1925 „Tea For Two“ aus dem Broadway Musical „No No Nanette“ sowie das 1940 kom-ponierte Stück „Polka Dots And Moonbeams“ und der eher selten gespielte Song „Thou Swells“, den Komponist Richard Rogers 1927 veröffentlichte, gehörten zum gut ausgewählten Programm.

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