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Autor Oliver Uschmann liest im Gymnasium aus seiner »Finn«-Serie

Lesefutter auch für Jungs

Harsewinkel (WB). In der Schule gehörte er nach Angaben seines Verlags zu den »zehn sonderlichsten Sonderlingen«. Und dennoch zieht es Oliver Uschmann immer noch gern und häufig in die »Penne«. Heute jedoch steht er vor den Schülern und erzählt ihnen von seiner Arbeit.

Stefanie Winkelkötter

Autor Oliver Uschmann zeigt seine Romane »Finn released« und »Finn reloaded«, die er gestern den Sechstklässlern im Gymnasium vorgestellt hat. Zielgruppe dieser Werke sind Kinder aus den sechsten bis achten Klassen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Oliver Uschmann ist Schriftsteller, und zwar ein sehr erfolgreicher. Die Liste seiner Werke, die er bereits veröffentlicht hat, ist lang. Gestern war der 40-Jährige, der in Ascheberg im Münsterland lebt, zu Gast im Harsewinkeler Gymnasium und hat den Sechstklässlern aus seinen Romanen »Finn released«, »Finn reloaded« und «Finn relaxed« vorgelesen.

Christiane Zier von der Fachschaft Deutsch und ihre Kollegen hatten Uschmann eingeladen, um den Mädchen und Jungen Leseanregungen zu liefern. Die Wahl war auf Uschmann gefallen, weil seine Werke den Geschmack der Altersgruppe treffen, auch Jungs fühlen sich durch seine Bücher angesprochen. Warum, wurde bei der Lesung in der Aula gestern deutlich.

Im Roman erzählt der Autor aus seinem eigenen Leben

Als er so alt war wie die Sechstklässler, die gestern vor ihm saßen, habe er entschieden, Schriftsteller zu werden, erzählte er. »In eurem Alter habe ich angefangen zu schreiben, Menschen zu beobachten und Geschichten zu erfinden.« Und: »Es ist fast immer das Leben des Autors, das in Romanen erzählt wird, verändert, überspitzt, verfremdet, aber doch eigene Erfahrungen«, sagte Uschmann.

In den »Finn«-Büchern habe er sich selbst in drei Figuren aufgeteilt: in Lukas, einen sportlichen Fußballer, in Flo, einen spielsüchtigen Zocker und Mathe-Könner, der fast den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, und in Titelheld Finn, der für einen 13-Jährigen enorme Fähigkeiten hat. »Er kann Menschen manipulieren und lügen wie gedruckt. Sein Vater nennt es Fantasie.«

Die drei Jungs dürfen nur geradeaus gehen

In jeder Geschichte verfolgen die drei Jungs eine Mission, im ersten »Finn«-Fall heißt dies, dass sie nur geradeaus gehen und Hindernissen maximal um sieben Meter ausweichen dürfen. Dabei werden sie auch noch gefilmt und treffen auf allerlei Schwierigkeiten. »Eine Mischung aus Schelmen- und Abenteuerroman, dazu auch satirische Elemente«, beschreibt Uschmann sein Werk. Die »Finn«-Serie ist in den Jahren 2012/2013 erschienen. Bekannt wurde Uschmann bereits 2005 mit »Hartmut und ich«, dem »unglaublichen Roman einer unglaublichen Männer-WG«.

Nicht nur Romane hat der 40-Jährige verfasst, auch Ratgeber hat er herausgeben, die er zum Teil zusammen mit seiner Frau geschrieben hat. »Aber ein Roman ist immer etwas Besonderes«, sagt der Autor. »Darin steckt meine ganze Seele.«

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