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Die zwölften Orgelfestwochen in St. Paulus beginnen am Sonntag

Meister ihres Fachs

Harsewinkel (WB). Eigentlich ist Winfried Klasmann ein »alter Hase«, was die Kirchenmusik angeht. Und doch hat ihn die Zusammenstellung des Programms für die zwölften Orgelfestwochen in der St.-Paulus-Kirche mächtig ins Schwitzen gebracht.

Stefanie Winkelkötter

Veranstalter und Sponsoren freuen sich auf die zwölften Orgelfestwochen (von rechts): Kirchenmusiker Winfried Klasmann, Hendrik Hallmann (Sparkasse), Tanja Holtkötter (Volksbank), Kimo-Vorsitzender Klemens Fölling und Dirk Albrecht (Brokamp). Foto: Stefanie Winkelkötter

Grund dafür ist die relativ kurzfristige Absage des Italieners Paolo Oreni, der das Konzert am Sonntag, 14. Mai, bestreiten sollte. »Der Termin war fest verabredet, doch vor drei Wochen kam die Absage«, erklärt Klasmann. »Umso glücklicher bin ich, einen fantastischen Ersatz gefunden zu haben.«

Doch der Reihe nach: Die Orgelfestwochen beginnen am Sonntag, 7. Mai, mit einem besonderen Ereignis. Zu Gast in der St.-Paulus-Kirche sind ab 17 Uhr der Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold und das Vokalensemble Echo. Der Christophorus-Jugendkammerchor wurde einem breiten Publikum im vergangenen Jahr bekannt, als die jungen Sänger und ihr charismatischer Chorleiter Hans-Ulrich Henning den WDR-Wettbewerb »Der beste Chor im Westen« gewannen und dabei 19 Mitbewerber weit hinter sich ließen. In Harsewinkel steht das Konzert unter dem Titel »Friede – Shalom – Peace«, Werke aus fünf Jahrhunderten kommen zu Gehör. »Dazu singt auch der Ehemaligenchor. Die Sänger haben Perlen im Programm, die man nicht so kennt«, kündigt Kirchenmusiker Klasmann an.

Er selbst bestreitet das Konzert am Mittwoch, 10. Mai. »Im September wird die Paulus-Kirche 50 Jahre alt, daran habe ich mein Programm angelehnt«, sagt Klasmann, der seit 2003 in Harsewinkel und Greffen hauptamtlich im Sinne der Kirchenmusik tätig ist. Zu Gehör kommt auch das Werk »Apparation de l’Eglise éternelle« von Olivier Messiaen. »Der Komponist hat in diesem Jahr seinen 25. Todestag, daher habe ich das Werk ausgesucht.« Beginn ist um 19.30 Uhr.

Statt Paolo Oreni kommt am Sonntag, 14. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr, Otto M. Krämer in die St.-Paulus-Kirche. »Ein begnadeter Improvisator an der Orgel«, lobt Klasmann den Kantor aus Straelen am Niederrhein, der regelmäßig in England, Kanada, den USA und anderen fernen Ländern auftritt. »Improvisationen mit Stil« hat er sich als Thema vorgenommen, die Besucher dürfen auch Wünsche äußern. »Er war schon zwei Mal hier und hat hier einmal einen Stummfilm begleitet, das war fantastisch«, schwärmt Klasmann.

Der Kirchenmusiker greift am Mittwoch, 17. Mai, erneut in die Tasten der Muhleisen-Orgel: um 16.30 Uhr zum Orgelkonzert für Kinder. Die »Arche Noah« steht im Mittelpunkt, Klemens Fölling, Vorsitzender des Vereins Kimo – Kirchenmusik an der Muhleisen-Orgel, tritt als Sprecher auf und erzählt die biblische Geschichte.

Das Abschlusskonzert der Orgelfestwochen bestreiten am Sonntag, 21. Mai, um 19.30 Uhr Martin Sander, Orgelprofessor in Detmold und Basel. »Ein Meister seines Fachs«, verspricht Klasmann. Werke unter anderem von Bach und Mozart, die nicht ganz so häufig auf der Orgel zu hören sind, erklingen an dem Abend.

Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Möglich macht dies die Unterstützung der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, der Volksbank im Ostmünsterland und des heimischen Autohändlers Bernd Brokamp. Eine Türkollekte wird bei allen Konzerten abgehalten.

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