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Musiker müssen ganz genau hinhören

Marienfeld (rob) - Nebenan auf der Sportanlage der Klosterpforte lief am Samstag noch die Begegnung Gladbach gegen Paderborn, als die Kulturinteressierten vor der Alten Abtei den musikalischen Abend geläutet haben. Das Sommerkonzert des Marienfelder Blasorchesters fand reges Interesse.

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Insgesamt 300 Besucher waren zugelassen – 120 folgten der Einladung. „Das ist ein Konzert unter erschwerten Bedingungen“, erklärte Dirigent Wolfgang Schmitz. Nur vier Proben hatte das Blasorchester nach der Corona-Pause machen können. Diese vier Proben waren unter freiem Himmel am Bürgerhaus durchgeführt worden.

Das Coronavirus erschwert das Gratiskonzert

Zunächst sei es geplant gewesen, auf dem Klosterhof zu spielen. Dann hatte die Klosterpforte aber das Areal vor der Abtei angeboten. „Das ist für alle organisatorisch viel einfacher“, sagte Hoteldirektor Christopher Schemminck.

Erschwert war der Konzertauftritt für die 25 Musiker aber auch aus einem anderen Corona-Grund. Wegen der erhöhten Abstände untereinander mussten die Musiker sich auf ein anderes Gefühl beim Spielen einlassen. „Um sich gegenseitig zu hören, ist es für das Orchester eigentlich besser, enger zusammenzusitzen“, erklärte Dirigent Schmitz.

Oldtimer- und Schützenfest bereits ins Wasser gefallen

Auch das gelang den erfahrenen Musikern. Der Applaus für das Gratis-Konzert war dem Blasorchester sicher. Bewusst hatte man auf den Eintritt verzichtet. Das Orchester habe eine Alternative zu den vielen ausgefallenen Veranstaltungen bieten wollen. Auftritte etwa beim Oldtimer- oder Schützenfest waren in diesem Sommer bereits ins Wasser gefallen.

Geboten wurde ein „bunter Mix aus unserem Programm“, wie Dirigent Schmitz den eineinhalbstündigen Auftritt beschrieb. Es waren Stücke dabei wie „Wiener Praterleben“, „Big Spender“, „Puttin on the Ritz“, „Those were the Days“ oder „Stets treu“.

Wie es weitergeht, ist noch nicht zu sagen

Wie es mit den Proben jetzt über die kältere Jahreszeit unter Corona-Bedingungen weitergeht, vermochte der Dirigent noch nicht zu sagen. Da müsse man sehen, sagte Schmitz achselzuckend.

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