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Harsewinkel

Nach Zugunfall: Schranke frühestens 2022

Harsewinkel (gl/jau) - Die CDU reagiert auf den tödlichen Zugunfall am Mittwoch in Harsewinkel  und fordert die Stadtverwaltung auf, zu überprüfen, ob die Beschrankung des Bahnübergangs Ostheide zeitlich von der Reaktivierung der Bahntrasse für den ÖPNV abgekoppelt und vorgezogen werden kann. 

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Mehr Sicherheit wünscht sich die Harsewinkeler CDU-Fraktion am unbeschrankten Bahnübergang an der Ostheide. Dort, wo es am Mittwoch zu einem tödlichen Zugunfall gekommen ist.

Auch die anderen Fraktionen wünschen sich eine schnelle Entschärfung des Bereichs. „Sollte dies möglich sein, bitten wir um schnellstmögliche Installation der Anlage“, betont CDU-Fraktionssprecherin Dr. Angelika Wensing in dem Antrag, den sie am Donnerstag ins Rathaus geschickt hat.

Stadt nimmt Kontakt zum Land auf

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) teilte im Bauausschuss am Donnerstagabend mit, dass die Stadtverwaltung jetzt mit dem Land abklären werde, ob die Fördermittel für eine Beschrankung vorzeitig ausgezahlt werden.  Sie machte aber auch deutlich, dass das nicht so schnell gehen werde: „Es wird frühestens 2022 zu einem Ausbau kommen.“ Wegen des Unfalls wird der Kreis Gütersloh jetzt zunächst eine Bahnübergangsschau durchführen. Der Bahnübergang an der Ostheide werde bisher nicht als Unfallschwerpunkt geführt.

Dritter schwerer Verkehrsunfall an dieser Stelle

In der Begründung der CDU für den Antrag heißt es: „Nachdem es am Mittwoch zum dritten Mal in den vergangenen Jahren zu einem schweren Verkehrsunfall an diesem Bahnübergang gekommen ist, der erneut auf das Übersehen des roten Warnlichts zurückzuführen ist, sehen wir dort einen dringenden Handlungsbedarf. Die für die Installation einer Schrankenanlage erforderlichen Gelder sind längst genehmigt. Der Ausbau der Strecke verzögert sich lediglich durch Schwierigkeiten der Gleisanbindung im Bereich Gütersloh.“

„Sicherheit nicht umfassend gegeben“

Die Sicherheit im Bereich des Bahnübergangs Ostheide sei offensichtlich nicht umfassend gegeben, „so dass aus unserer Sicht hier diese ohnehin geplante, genehmigte und finanziell gesicherte Maßnahme vorzuziehen ist“, so Angelika Wensing.

Alle Fraktionen erschüttert

Alle Fraktionen zeigten sich im Hinblick auf den Zugunfall, bei dem eine 72-jährige Harsewinkelerin ums Leben gekommen ist, erschüttert. „Unsere Gedanken sind bei dem Opfer, den Angehörigen und dem Lokführer“, sagte Sabine Amsbeck-Dopheide in der Sitzung des Bauausschusses. Und sie sagte weiter: „Das war und ist für uns alle eine ganz schlimme Nachricht. Wir werden versuchen, eine bessere Sicherheit herzustellen.“

Stadt in finanzielle Vorleistung?

Michael Wagner (SPD) schlug vor, dass die Stadt auch in finanzielle Vorleistung für den Bau einer Schranke  an der Ostheide gehen könne, falls die Fördermittel nicht frühzeitig ausgezahlt werden.

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