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Harsewinkel

Rampensau-Qualitäten, aber etwas schief

Harsewinkel (gg)

Zugegeben, die eine oder andere Karaoke-Einlage war am Freitagabend ziemlich schief. Aber wenn man ehrlich ist: Gerade diese gesanglichen Nummern waren bei der ersten Karaoke-Meisterschaft auf der Sommerkulturbühne im Vielfalt-Biergarten das Salz in der Suppe.

Mutig voran: Bei der ersten Karaoke-Meisterschaft auf der Sommerkulturbühne im Vielfalt-Biergarten traten neun Hobbysänger gegeneinander an – mal schief, mal weniger schief. Der Veranstalter – Noa Entertainment – traf mit dieser Veranstaltung auf jeden Fall den richtigen Ton.

Auch oder gerade für diese Interpreten, die nicht jeden Ton trafen, gab es johlenden Applaus. 

Eigentlich wollte Claudia gar nicht singen

Eigentlich wollte Claudia nicht singen. Erst als die Besucher und Teilnehmer den Druck auf die Harsewinkelerin durch eine kräftige Anfeuerung erhöhten, gab sie sich geschlagen. Auch wenn Claudia mit ihren Gesangskünsten eher chancenlos blieb, entfaltete das Energiebündel von Beginn an Rampensau-Qualitäten. Sie riss die Arme nach oben, schwofte im Takt der Musik und sang live voller Inbrunst „Schatzi, schenk’ mir ein Foto“. Und genau das kam an. 

Andy schmettert den Klassiker „Auf der Reeperbahn“

Anschließend eroberte Marc die Bühne. Lässig auf einem Stuhl sitzend, Zigarette und Glas in der Hand, sang er locker – wie schon 1977 Frank Sinatra – den Welthit „New York, New York“. Und das derart ordentlich, dass auch er mit lautstarkem Beifall belohnt wurde. Genau wie Andy, der den Klassiker „Auf der Reeperbahn“ schmetterte. 

Daniela Herse bekommt Goldenes Mikrofon

Am Ende siegte Daniela Herse. Sie bekommt das Goldene Mikrofon. Platz zwei sicherte sich Andy Herse. Kay Bergmann wurde vom Publikum auf den dritten Platz gewählt. 

So oder so: Die Stimmung war spitze

Mehr als 50 Besucher genossen den rund vierstündigen Abend in vollen Zügen. Der eine Karaoke-Sänger hatte gesanglich mehr zu bieten, der andere weniger. So oder so: Die Stimmung war spitze. Insgesamt neun Hobbysänger hatten sich für eine Teilnahme angemeldet. Alle meisterten in der ersten Vorstellungsrunde ihre selbstgewählten Lieder mehr oder minder passabel. Doch bei dem Wettstreit ging es weniger um professionellen Gesang oder Taktgefühl als vielmehr um Gaudi, Unterhaltung und Spaß am Singen. Auch wenn es noch so schief und schräg klang. Daniela gelang es, das Publikum zu begeistern. Und zwar mit der Ballade „Chiquitita“ von Abba. Etwas Aufregung gehörte dazu. Moderatorin Alex beruhigte sie, indem sie ihre Hand hielt. 

„House of Rising Sun“ – cool in der Hard-Rock-Version

Genrewechsel: Steffi aus Greffen performte „House of Rising Sun“ – als Metallica-Fan allerdings cool in der Hard-Rock-Version. Eine stimmliche Herausforderung hatte sich Sänger Kay mit dem tiefsinnigen „You Raise me up“ (Secret Garden) auferlegt. Nicht immer gerade. Trotzdem: Beifall. 

Nicki interpretiert Nena-Klassiker

Ausgelassene Atmosphäre war mit dem Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“, den Mareen zum Besten gab, angesagt. Nicki interpretierte den Nena-Klassiker „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“. Michael besang die „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue. Nach einer Unterbrechung wegen heftigen Regens mussten die Teilnehmer einen Zufallssong singen. Mit der Musik vom Band und dem Liedertext auf dem Bildschirm trällerten sich die Teilnehmer in die Herzen der Zuhörer. Dabei kannte mancher Sänger in den Tonlagen keine Gnade, andere waren beeindruckend gut. So wie eine gelungene Karaoke-Sause eben sein muss.

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