1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Harsewinkel
  6. >
  7. Stadtwerke warnen vor Trickbetrugsmasche 

  8. >

Harsewinkel

Stadtwerke warnen vor Trickbetrugsmasche 

Harsewinkel (gl/jau)

Vor einer neuen Trickbetrugsmasche warnen jetzt die Stadtwerke Harsewinkel und die Verbraucherzentrale. Wie gehen die Kriminellen dabei genau vor? Die Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeiter der Stadtwerke aus, um sich Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen.

Kriminelle versuchen mit einer neuen Telefon-Trickbetrugsmasche, an sensible Daten zu kommen. Foto:

Davon berichten besorgte Bürgerinnen und Bürger. Es geht dabei etwa um die Zählernummer und die Kontoverbindung, die die Gauner so in Erfahrung bringen wollen. 

„Diese Daten werden gezielt genutzt, um ohne deren Wissen oder Einverständnis einen Versorgerwechsel der Bürgerinnen und Bürger auszulösen. Besonders manipulativ ist dabei das neue Vorgehen, bei dem örtliche Rufnummern im Display erscheinen“, heißt es in der am Mittwoch verschickten Mitteilung der Stadtwerke Harsewinkel.  Auf verschiedene, gesetzlich verbotene technische Weisen werde dabei die eigentliche Rufnummer durch eine gefälschte ersetzt. So sehen die Anrufempfänger eine getäuschte, örtliche Rufnummer.

Mitarbeiter der Stadtwerke erfragen am Telefon grundsätzlich keine Vertragsdaten

Laut Verbraucherzentrale NRW werden diese Anrufe derzeit im Kreis Gütersloh vermehrt durchgeführt – und eben auch in Harsewinkel. Daher weisen die Harsewinkeler Stadtwerke aus gegebenen Anlass vorsorglich darauf hin, dass die eigenen Mitarbeiter am Telefon grundsätzlich keine Vertragsdaten erfragen, da diese bereits vorliegen. 

Die Verantwortlichen empfehlen, sich keinesfalls von den Anrufenden unter Druck setzen zu lassen. Im Zweifelsfall könne man sich auch unter der kostenfreien Rufnummer der Stadtwerke unter w 0800/3342800 rückversichern, ob der erhaltene Anruf tatsächlich durch Mitarbeitende der Stadtwerke erfolgt sei. „Auch bei einem unseriös herbeigeführten und unbeabsichtigten Versorgerwechsel beraten die Stadtwerke gern“, heißt es in der Mitteilung von Isabel Bednarski von den Stadtwerken Harsewinkel.

Rat der Polizei: Auflegen und die 110 wählen

Diese Zeitung hat mit Polizei-Pressesprecherin Katharina Felsch gesprochen. Ihr Rat: Auch bei dieser neuen Trickbetrugsmasche sollten die Betroffenen auf keinen Fall sensible Daten von sich preisgeben. „Das Beste ist immer, sofort aufzulegen“, betont Katharina Felsch. Außerdem weist sie darauf hin, dass Betroffene nach einem solchen Anruf die 110 wählen sollten.

Startseite