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Zusammenstoß mit 84-jähriger Ford-Fahrerin auf Brockhäger Straße in Harsewinkel

Steinhagener Familie mit drei Kindern verunglückt

Harsewinkel

Sechs Verletzte nach Verkehrsunfall: Ein Großaufgebot von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr war am Sonntagvormittag bei einem Unfall auf der Brockhäger Straße (K 16) im Harsewinkeler Ortsteil Marienfeld im Einsatz.

Harsewinkel, 28. August 2022: Sechs Verletzte nach Verkehrsunfall. Ein Großaufgebot von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr war am Sonntagvormittag bei einem Unfall auf der Brockhäger Straße (K 16) im Harsewinkeler Ortsteil Marienfeld im Einsatz. Foto: Gabriele Grund

Eine Seniorin (84) aus Harsewinkel war mit ihrem Ford in den BMW einer aus fünf Personen bestehenden Familie aus Steinhagen gekracht. Insgesamt wurden alle sechs Beteiligten dabei zum Teil schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Laut polizeilicher Definition werden Verletzungen  als „schwer“ bezeichnet, sobald der Betroffene in ein Krankenhaus eingeliefert und mindestens 24 Stunden behandelt oder überwacht werden muss.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war eine Familie aus Steinhagen mit ihrem schwarzen BMW auf der Brockhäger Straße in Fahrtrichtung Harsewinkel unterwegs, als in Höhe der Brockhäger Straße 99 plötzlich eine Pkw-Fahrerin mit ihrem Ford aus der Straße „Auf den Middeln“ kommend, unvermittelt auf die Brockhäger Straße fuhr. Unklar ist dabei, ob sie den BMW möglicherweise aufgrund der tief stehenden Sonne übersehen hat oder einfach einen Augenblick unaufmerksam war.

In diesem BMW saß die Familie aus Steinhagen. Foto: Gabriele Grund

In der Folge kam es auf der Brockhäger Straße zum Zusammenstoß. Dabei wurde der BMW nach rechts von der Fahrbahn in eine Grundstückshecke gedrückt, der Ford drehte sich um 180 Grad und blieb schwer beschädigt auf der Straße stehen. Durch die Wucht der Kollision wurden nicht nur die Ford-Fahrerin, sondern auch der BMW-Fahrer (38), seine Ehefrau (33) auf dem Beifahrersitz sowie ihre drei Kinder (10, 8 und 5 Jahre alt) auf dem Rücksitz verletzt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte haben Anwohner die Unfallbeteiligten als Ersthelfer betreut.

Weil bei einer Schadenslage ab fünf verletzten Personen das Massenanfall-von-Verletzten (MANV)-Konzept angewendet wird, eilten mehrere Rettungsdienste, zwei Notärzte sowie 35 Einsatzkräfte vom Feuerwehrlöschzug Harsewinkel zur Einsatzstelle. Während sich Rettungsdienst und Notärzte um die Verletzten kümmerten, unterstützte die Feuerwehr die polizeilichen und rettungsdienstlichen Maßnahmen.

Nach einer Erstversorgung vor Ort wurden die Erwachsenen und Kinder zur Weiterbehandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Während der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge wurde die Straße in beide Richtungen gesperrt. Beide Autos sind aufgrund der massiven Beschädigungen abgeschleppt worden. Es entstand ein Sachschaden von polizeilich geschätzt 17.000 Euro.

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