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Schwarz-Weiß Marienfeld: Vereinsheim wird umgebaut – Kosten über Stadt-Zuschuss

Zum Jubiläum soll alles fertig sein

Marienfeld (WB). Seit zehn Tagen liegt die Baugenehmigung vor. Direkt am folgenden Montag rollte schon der Bagger: Der Umbau des Vereinsheims von Schwarz-Weiß Marienfeld hat begonnen. Vorsitzender Jürgen Garnschröder freut sich, dass es losgeht.

Stefanie Winkelkötter

Vereinsvorsitzender Jürgen Garnschröder an der Baustelle am Vereinsheim, das in den kommenden Monaten kernsaniert und deutlich vergrößert werden soll. Im Moment werden Versorgungsleitungen verlegt. Foto:

In dieser Woche war die Firma Loddemann damit beschäftigt, auf der Rückseite des Vereinsheims am Ruggebusch die Leitungen für Gas, Wasser und Strom und den Rad- und Fußweg an der Lutter umzulegen. Dies musste aber bis zu diesem Wochenende fertig sein, weil der Lutterlauf am Sonntag direkt am Vereinsheim vorbeiführt und der Weg nicht versperrt sein darf. Danach beginnen die Erdarbeiten für den 100 Quadratmeter großen Anbau, im September starten die Betonarbeiten.

Vereinsheim soll multifunktional nutzbar sein

In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Mitglieder des Sportvereins mit dem Architekten Norbert Ströer und dem Planer Ralf Elgner von der Firma Fechtelkord und Eggersmann die Planungen vorangetrieben. Das Vereinsheim soll, wie mehrfach berichtet, umfassend saniert und erweitert werden. Raumnot, Schimmelbefall in den Duschen, gammeliges Inventar – all dies hatte dafür gesorgt, dass der 1400 Mitglieder starke Verein den Wunsch nach kernsanierten, größeren Räumen geäußert hatte. Die Stadt hat 500.000 Euro für die Maßnahme zur Verfügung gestellt.

Zukünftig soll die Anlage mit sechs Umkleidekabinen, zwei Schiedsrichterkabinen, Büro- und Lagerräumen deutlich mehr Raum bieten. Die Kabinenanlage bekommt einen zentralen Zugang. Im Büroraum wird auch das Vereinsarchiv seinen Platz finden, das derzeit auf dem Dachboden der Grundschule untergebracht ist. Der Verein plant außerdem, das bisherige Vereinsheim umzubauen zu einem multifunktional nutzbaren Aufenthalts- und Besprechungsraum mit abtrennbarem Thekenbereich. Der Raum soll den Mitgliedern dann auch außerhalb der heutigen Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.

Sportler duschen in der Halle nebenan

»Seit Dienstag haben wir kein Wasser mehr«, berichtet Vorsitzender Jürgen Garnschröder vom Fortschritt der Arbeiten. »Die Fußballer gehen nun in die benachbarte Sporthalle zum Duschen, auch WLAN steht bereit. Immerhin müssen die Spielberichte online erstellt werden. Zudem können wir unser Inventar dort zwischenlagern. Die Stadt war sehr kooperativ«, betont der Vorsitzende. Weil Mitarbeit der Vereinsmitglieder gefragt ist – ähnlich wie damals in Greffen ging die Politik bei ihren Beratungen davon aus, dass die Mitglieder einen Eigenanteil am Umbau leisten – ist der erste Arbeitseinsatz für den kommenden Freitag, 30. August, angesetzt. Garnschröder: »Dann nehmen wir den Klinker von der Rückseite des Gebäudes und entfernen die Böden aus zwei Kabinen.«

Alles, was aufgebaut wird, erledigen aber Fachfirmen. »Es geht auch um die Gewährleistung, die Stadt ist weiterhin Eigentümerin der Anlage, da können wir nicht einfach selbst drauflosbauen, dazu fehlt uns einfach das Know-How«, sagt der Vorsitzende. Derzeit liegen die Kalkulationen sogar über dem 500.000-Euro-Zuschuss der Stadt. Garnschröder: »Wegen des Schimmelbefalls möchten wir eine hochwertige Be- und Entlüftungsanlage installieren, die einfach teurer ist. Wir liegen zehn Prozent über den Kalkulationen und hoffen noch auf Spenden.«

Fertig sein soll alles im Mai 2020. Jürgen Garnschröder: »Dann wird das 90-jährige Vereinsbestehen gefeiert, das würde gut passen.«

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