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Harsewinkel

Zwei Harsewinkeler wegen Betrugs angeklagt

Harsewinkel (gl)

In 124 Fällen sollen zwei Harsewinkeler über die Plattform Ebay andere Bürger betrogen haben. Am Mittwoch startet der Prozess.

Vor dem Landgericht in Bielefeld beginnt am Mittwoch der Prozess gegen zwei Harsewinkeler.

Harsewinkel (gl) - Zwei Harsewinkeler (40 und 21 Jahre alt) müssen sich ab Mittwoch, 4. Mai, vor dem Landgericht Bielefeld wegen Betrugs verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, über das Internet-Portal Ebay-Kleinanzeigen Kaufvertragspartner betrogen zu haben.

Gesonderte Konten für Betrug genutzt

Zwischen April 2017 und Juli 2021 soll der 40-Jährige in 124 Fällen Ware angeboten haben, „wobei er von Anfang an weder willens noch in der Lage gewesen sein soll, die angebotenen Gegenstände zu übersenden“, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts. Dazu soll er Konten unter Aliasnamen eröffnet haben. Für die Abwicklung soll er Personen, die gesondert verfolgt werden, angeworben haben. Für ein geringes Entgelt sollen die ihre Konten zur Verfügung gestellt haben, auf die die Käufer das Geld für die Ware zahlen sollten.

„Damit diese angeworbenen Kontoinhaber sich der Strafverfolgung entziehen könnten, soll der Angeklagte diesen empfohlen haben, die betreffenden Bankkarten als gestohlen zu melden oder gegenüber der Polizei mitzuteilen, dass sie die Karte einer unbekannten Person überlassen hätten“, heißt es in der Prozessankündigung. Das überwiesene Geld sollen die Kontoinhaber bar abgehoben und dem 40-Jährigen übergeben haben, der ihnen dann 10 bis 20 Prozent zurückgegeben haben soll.

Schaden in beträchtlicher Höhe

Einer der Gehilfen soll der 21-Jährige aus Harsewinkel gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, in 52 Fällen am Betrug beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er nicht nur sein eigenes Konto zur Verfügung gestellt haben, sondern auch weitere Kontoinhaber angeworben haben. Bei den 124 Betrugstaten soll der 40-Jährige insgesamt 42 381 Euro erbeutet haben. Der 21-Jährige soll bei den Taten einen Vermögensvorteil von 20 506 Euro erlangt haben. Bei 22 der Taten soll der junge Mann 13 695 Euro zwar abgehoben, jedoch nicht an den 40-jährigen Angeklagten weitergeleitet haben.

Der Prozess beginnt am Mittwoch um 9 Uhr. Fortsetzungen sind für den 5., 11., 13., 18, 20. und 25. Mai sowie 9. und 10. Juni ab jeweils 9 Uhr vorgesehen.

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