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Frauenärztin Kerstin Todt und Blutkrebshilfe OWL bieten am 22. Januar Aktion bei Bio-Circle in Gütersloh an

Impfen und Typisieren in einem Rutsch

Gütersloh/Steinheim

In Zeiten von Corona geraten andere Krankheiten nahezu in Vergessenheit. Die Blutkrebshilfe OWL möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der Verein ruft für Samstag, 22. Januar, von 8 bis 18 Uhr in Gütersloh zur Stammzellenspender-Registrierung auf. Gleichzeitig wird geimpft.

Von Dunja Delker

Das Team der Blutkrebshilfe OWL - hier bei  einerTypisierungsaktion beim Handball-Bundesligaspiel des TBV Lemgo-Lippe gegen THW Kiel - freut sich auf möglichst viele Menschen, die sich zur Registrierung als Stammzellspender entschließen. Mit dabei: Initiator Uwe Mönks (Zweiter von links). Foto: Blutspendehilfe OWL

Typisiert und geimpft wird am Samstag zwischen 8 und 18 Uhr bei der Firma Bio-Circle Surface Technologies (Berensweg 200) in Gütersloh-Spexard.

Für die Blutkrebshilfe OWL ist so eine Aktion nicht neu. Gemeinsam mit der Frauenärztin Kerstin Todt hat der Verein bereits in Steinheim (Kreis Höxter) und beim SC Paderborn geimpft und typisiert.  "Der Erfolg der letzten gemeinsamen Aktionen ist beachtlich", teilt die Blutkrebshilfe mit. Mehr als 2550 Corona-Schutzimpfungen (von Erst- bis Boosterimpfung) und mehr als 330 Typisierungen schlagen zu Buche.

Mit der Bereitschaft zur Typisierung kann jede gesunde Person zwischen 17 und 55 Jahren mit zwei kurzen Wangenabstrichen innerhalb von nur drei Minuten zum Lebensretter werden: "Für einen Großteil der Leukämie-Patienten ist die Stammzelltransplantation die einzige Möglichkeit, diese Krankheit zu überleben", sagt Uwe Mönks, Gründer der Initiative zur Gewinnung neuer Stammzellspender. Die Registrierung möglichst vieler Menschen als Stammzellspender sei lebenswichtig.

Spender dank Typisierung gefunden

Leukämie sei mit etwa 30 Prozent die häufigste Krebsart bei Kindern. Die einjährige Melia und Leonie (fünf Jahre) hat die Blutkrebshilfe OWL während ihres kurzen Bestehens seit dem 19. Juli 2021 mit Typisierungsaktionen bereits unterstützt. „Die Mädchen aus Würzburg und Detmold haben kürzlich ihre lebensrettende Stammzelltransplantation von einem anonymen Spender erhalten", weiß Mönks. "Der Spender konnte nur gefunden werden, weil er sich irgendwann einmal typisieren ließ", sagt er und verweist auf die große Bedeutung der weltweiten Datenbank.

Impfung ohne Termin

Bei der Aktion in Gütersloh sei die Stammzellspender-Registrierung wie in Paderborn und Steinheim ein idealer Zeitvertreib, falls dieser überhaupt notwendig sei, so Mönks. In nahezu einem Rutsch könnten sich die Freiwilligen nämlich auch den schützenden Piks gegen Corona abholen. Das Team von Frauenärztin Kerstin Todt impft ohne Termin und sorgt dafür, dass kaum Wartezeiten entstehen.

Im Angebot sind Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen, ebenso Impfungen von Kindern ab dem fünften Lebensjahr. Dafür sind Krankenkassenkarte, Personalausweis und das Impfbuch mitzubringen, für Kinderimpfungen zusätzlich der ausgefüllte Aufklärungsbogen zu mRNA-Impfstoffen.

Typisierung - so geht's

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