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Böckstiegel-Museum und Grundschule in Werther bringen nach Corona-Zwangspause ihre Kooperation wieder in Schwung

Kleine Künstler erkunden große Fußstapfen

Werther

Da staunen die Jungen und Mädchen der Klasse 4a: Hier also hat dieser Peter August Böckstiegel gelebt und gemalt. Einige der Blicke scheinen die Erwartung auszudrücken, dass der berühmte Maler gleich vor ihnen steht.

Von Gunnar Feicht

Maria Ferreira-Obenhaus (links) erläutert, wie das Druckverfahren funktioniert: Nach ihrem Rundgang durch das Böckstiegel-Wohnhaus können die Schulkinder im Museum selbst kreativ werden. Foto: Gunnar Feicht

An zwei Tagen haben alle Viertklässler der Grundschule Werther-Langenheide das Wohnhaus und das Böckstiegel-Museum kennengelernt. Und sie dürfen sich selbst als Künstler betätigen. Nachdem Maria Ferreira-Obenhaus die Technik des Styrene-Hochdruckverfahrens demonstriert hat, lassen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf und zaubern Motivideen zum vorgegebenen Thema „Freundschaft“ auf die Druckvorlagen. Das Resultat wird in einer Ausstellung präsentiert und ist bis zum 19. Juni im Museum zu bestaunen.

Wer war Peter August Böckstiegel? Was bedeutet Expressionismus und kennzeichnet die damit bezeichnete Stilrichtung der Malerei? Darauf haben Maria Ferreira-Obenhaus und Isabell Speitelspacher kindgerecht Antworten gegeben. „Die Jungen und Mädchen waren sehr aufmerksam bei der Sache und prima vorbereitet“, freuen sich die Kunstvermittlerinnen. Die Lehrerinnen Jutta Hüllinghorst und Klaudia Schremmer haben mit den Kindern das Böckstiegel-Kinderbuch gelesen und im Unterricht besprochen.

Neue Ausstellung der Kinder ist schon geplant

Auf diese Weise nimmt die bereits vor mehr als zehn Jahren ins Leben gerufene Kooperation des Museums mit der Grundschule wieder Fahrt auf. „2020 konnte coronabedingt gar nichts stattfinden, 2021 war es nur in stark abgespeckter Form möglich, jetzt konnten wir erst nach Aufhebung der Pandemie-Beschränkungen die Vorbereitungen treffen“, erläutert Museumssprecherin Lilian Wohnhas.

Künftig soll das Projekt, das vom Grundschulförderverein und von der Kreissparkasse Halle unterstützt wird, wieder auf Termine in der Schule und im Museum ausgedehnt werden und in eine große Ausstellung im Geldinstitut münden. „Die Kinder lernen so eine der großen Identifikationsfiguren ihrer Stadt kennen und gewinnen mit ihren eigenen ‚Werken‘ Erfolgserlebnisse“, erläutert Wohnhas die Bedeutung der Kooperation.

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