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„Unser Dorf hat Zukunft“: Jury würdigt besonderes soziales Engagement in dem Haller Stadtteil

Künsebeck erhält Sonderpreis

Halle-Künsebeck

Irgendwie sind sie alle Gewinner, die acht Orte, die sich ins Zeug gelegt haben im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Stukenbrock-Senne siegt zwar, aber einen Sonderpreis vergibt die Jury an Künsebeck.

Von Volker Hagemann

Stellen immer wieder jede Menge für ihren Stadtteil auf die Beine: die Mitglieder der Künsebecker Vereine und Verbände. Foto: Malte Krammenschneider

Der Empfang der Jury vor einigen Wochen war grandios: Grundschul- und Kita-Kinder sangen über „ihr“ Dorf Künsebeck, Mitglieder des Karnevalsvereins warfen Kamelle, Bürger stellten Projekte wie den geplanten 24-Stunden-Supermarkt oder Naturschutzmaßnahmen ausführlich vor.

Jetzt steht das Resultat aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ fest: Stukenbrock-Senne siegte zwar und nimmt nun auf Landesebene weiter am Wettbewerb teil; doch Künsebeck erhält immerhin einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro – für sein besonderes soziales Engagement im Ort.

Wie berichtet, stellten sich acht Dörfer dem kritischen Blick der Kommission: Künsebeck, Hörste, Hesselteich, Bockhorst, Lintel, St. Vit, Westerwiehe und Stukenbrock-Senne. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und findet in der Regel im dreijährigen Turnus statt.

Dörfer zeigen ihre Vielfältigkeit

Dörfer sollen ihre Vielfältigkeit zeigen – sei es mit bürgerschaftlichem Engagement, Eigenverantwortung oder Nachhaltigkeit. Bewertet werden soziale, kulturelle, wirtschaftliche, bauliche und ökologische Aspekte. Diese sind ein Indikator für Lebensqualität und sollen insbesondere Zukunftsperspektiven schaffen und verbessern. Teilnehmen dürfen ausschließlich Ortschaften und Gemeindeteile mit bis zu 3000 Einwohnern.

Am Donnerstag fand im Kreishaus Wiedenbrück die Abschlussfeier statt. Die stellvertretende Landrätin des Kreises Gütersloh, Dr. Christine Disselkamp, begrüßte unter anderen die Teams aus den teilnehmenden Dörfern und Ortsteilen, die Bürgermeister und deren Vertreter, Vertreter aus der Verwaltung und von den Biostationen. Vor Ort wurde Künsebeck durch Silke Fronemann und Hartmut Pohl vertreten. Bürgermeister Thomas Tappe gab sich ebenfalls die Ehre.

Disselkamp würdigte den Einsatz der einzelnen Ortschaften, sie ist sich sicher, „dass dies jedem Ort guttut“. Und: „Sieger sind sie alle, denn alle acht Dörfer haben Engagement für ihren Ort gezeigt, ihn ein Stück nach vorn gebracht“, so die stellvertretende Landrätin. Dennoch überzeugte Stukenbrock-Senne die Jury am meisten und wird nun weitergemeldet zum Landeswettbewerb.

Geld zugunsten des Künsebecker Kultursommers

Als Ansporn zu weiterem Engagement gab es für die Teilnehmer vom Kreis Gütersloh Preisgelder in Höhe von 500 und 1000 Euro. Die Volksbanken Bielefeld-Gütersloh, Halle, Versmold und Delbrück-Hövelhof stockten die Beträge um 500 und 1000 Euro auf.

Das Geld aus dem Sonderpreis für die Künsebecker wird unter anderem den Aktionen des bevorstehenden Künsebecker Kultursommers zugute kommen. Die Reihe beginnt am 24. Juni und umfasst unter anderem elf Konzerte innerhalb von sechs Wochen.

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