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KVWL fordert mehr Impfstoff: "Bestellobergrenze sollte aufgehoben werden!"

Neuer Rekord: In einer Woche 552.000 Menschen in Westfalen-Lippe geimpft

Dortmund

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe haben in den vergangenen sieben Tagen 552.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. So viele wie nie zuvor innerhalb einer Woche. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit.

Symbolbild. Foto: Christoph Schmidt/dpa

 „Damit ist spätestens jetzt die Frage beantwortet, ob unsere Hausärztinnen und -ärzte das
wirklich schaffen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe war immer davon überzeugt“, lobt KVWL-
Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Spelmeyer und spricht von einem "Mega-Impfrekord".  Spelmeyer kündigt an, in den nächsten Tagen stellvertretend für die vielen am Impfrekord beteiligten Praxen einige zu besuchen und zu bedanken.

Am zweiten Adventssamstag wurden nach Angaben der KVWL in fast 1000 Praxen in Westfalen-Lippe mehr als 91.000 Impfungen, davon 84.000 Booster-Impfungen, verabreicht. Vorstandsmitglied Thomas Müller kommentiert: „Der erneute Impfrekord belegt eindrucksvoll: Das, was die Ärztinnen und Ärzte auch nach fast zwei Jahren harter Corona-Pandemie leisten, ist herausragend: Das ist Champions League!"

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVWL, Dr. Volker Schrage, beteiligt sich mit seiner Hausarztpraxis im Münsterland an der erfolgreichen Wochenendaktion „Impfen im Advent“. „Denn Impfen ist die einzige Chance für das deutsche Gesundheitssystem, nicht unter der Last der vierten Corona-Welle zusammenzubrechen“, sagt Schrage.

Dr. Volker Schrage (KVWL)

Umso unverständlicher ist es für ihn, dass die Niedergelassenen wieder nur begrenzt den mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer bestellen dürfen. „Das ist an Absurdität nicht zu überbieten! Unsere Mitglieder könnten noch mehr impfen, wenn sie dürften.“ Stattdessen seien viele engagierte Praxisteams gezwungen, Patientinnen und Patienten zu vertrösten. Die drei Vorstände der KVWL fordern das Bundesgesundheitsministerium daher nochmals auf, die Bestellobergrenze zurückzunehmen: „Wir brauchen nicht mehr Impfstellen, sondern wir brauchen mehr Impfstoff!“

Der Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe schließt neben OWL im Westen auch das Münsterland und im Süden den Kreis Siegen-Wittgenstein mit ein.

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