1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Gütersloh
  6. >
  7. Partnerschaft im zeichen der Versöhnung

  8. >

50 Jahre Steinhagen-Woerden: Städteverbindung wurde an historisch bedeutsamen Tagen eingegangen

Partnerschaft im zeichen der Versöhnung

Steinhagen

Zufall kann das nicht gewesen sein: Auf für die Niederländer historisch bedeutungsvolle Tage Anfang Mai datieren Meilensteine bei der Gründung der Partnerschaft zwischen Steinhagen und Woerden – so als ob der Sinn und Zweck der Städteverbindung, einen Beitrag für ein freies und geeintes Europa zu leisten, noch um eine Dimension erweitert werden sollte: 27 Jahre nach Weltkriegs-Ende ein besonderes Zeichen der Versöhnung zu setzen.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Das jüdische Denkmal "Een Familiefoto" an der Prins Bernhardlaan in Woerden zeigt den 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordeten Woerdener Eliazar Izaks mit seinem Hund. Es sieht aus, als ob er auf die anderen Familienmitglieder wartet für ein gemeinsames Foto - das hatte es von den Izaks tatsächlich gegeben, bevor sie deportiert worden waren. Und es war Keramikkünstlerin Ingrid Mol Vorbild für das Denkmal. Im Hintergrund: eine Fotokamera und ein Stapel Fotos. Foto: Petra Holländer

In einer weiteren Folge unserer Serie zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum geht es um diese historischen Tage und was sie in Woerden heute noch für das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes bedeuten: 14 Woerdener Juden sind deportiert und in den Vernichtungslagern der Nazis umgebracht worden.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE