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21-Jährige bei Unfall in Rheda-Wiedenbrück schwer verletzt

Rheda

Die Einsatzkräfte hatten Probleme, zur Unfallstelle zu gelangen. Viele Fahrer hatten keine Rettungsgasse gebildet.

Der Kia mit Mindener Kennzeichen kam von der Fahrbahn ab und blieb auf dem Dach liegen. Die Fahrerin (21) wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Minden geflogen.

Rheda-Wiedenbrück (ei) - So schwer verletzt worden, dass sie in ein Klinikum mit Maximalversorgung nach Minden geflogen werden musste, ist am Mittwoch gegen 8.30 Uhr die 21-jährige Fahrerin eines Kia Rio bei einem Unfall auf der Autobahn 2 im Bereich der Anschlussstelle Aurea (Rheda-Wiedenbrück-West).

Kia kommt von der Fahrbahn ab und bleibt auf dem Dach liegen

Die Frau aus Espelkamp war mit ihrer 23-jährigen Beifahrerin aus Löhne auf dem mittleren der drei Fahrstreifen unterwegs, als sie nach ersten Erkenntnissen der Polizei im Bereich der Auffahrt in Fahrtrichtung Oberhausen auf die linke Spur wechseln wollte. Dabei übersah sie vermutlich ein dort fahrendes BMW Coupe, dessen Fahrer (60) aus Bielefeld die Gewalt über den Wagen verlor. Der Wagen touchierte die Mittelleitplanke und blieb dort stehen, der Fahrer blieb unverletzt. Der Kia schleuderte nach rechts von der Fahrbahn, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

„Wir sind zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person alarmiert worden“, berichtete Andreas Harder vom Führungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. Außer den hauptamtlichen Kräften aus der Doppelstadt wurden die Löschzüge Rheda und St. Vit alarmiert, ferner drei Rettungswagen aus der Emsstadt sowie aus Oelde. Auch das Notarzteinsatzfahrzeug aus Oelde eilte zu der Unfallstelle. Später landete noch der Rettungshubschrauber Christoph 13 auf der Autobahn.

Die Kia-Fahrerin wurde von der Besatzung des Einsatzfahrzeugs, das zuerst an der Unfallstelle eingetroffen war, vorsichtig aus dem Wagen geborgen. Nach der ersten notärztlichen Behandlung an der Unfallstelle wurde sie umgelagert und mit dem Rettungshubschrauber auf dem schnellsten Weg in die Mindener Klinik geflogen. Die 23-jährige Beifahrerin wurde ebenfalls verletzt in ein Gütersloher Krankenhaus eingeliefert.

Feuerwehr: „Unsere Einsatzfahrzeuge wurden massiv behindert“

Harder berichtete von einer massiven Verzögerung, weil angesichts des Staus viele Autofahrer an der Anschlussstelle die Autobahn verlassen wollten und so die Rettungsgasse zustellten. „Unsere Fahrzeuge wurden massiv behindert, so dass wir stark verzögert an der Unfallstelle eintrafen“, sagte der Einsatzleiter. Teilweise waren seinen Angaben zufolge die Fahrer aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen und hatten sich entfernt. So konnten sich auch die Mitarbeiter des Rettungsdiensts erst verspätet um die Verletzten kümmern, was dieses Mal glücklicherweise wohl keine gravierenden Folgen hatte.

Harder bittet darum, immer die Rettungsgasse freizuhalten, auch wenn längere Zeit keine Einsatzfahrzeuge vorbeigekommen seien. Ferner sollte man regelmäßig in den Rückspiegel schauen, um zu überprüfen, ob sich noch Fahrzeuge der Unfallstelle nähern.

Nach gut einer Stunde konnten nach dem Start des Rettungshubschraubers zwei der drei Fahrstreifen wieder frei gegeben werden. Die Fahrzeuge hatten sich auf einer Länge von acht Kilometern gestaut.

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