Rheda-Wiedenbrück

50 Strafanzeigen gegen Fleischkonzern

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die Ermittlungen gegen vier Geschäftsführer der Tönnies Holding ApS & Co. KG aufgenommen. Zuvor waren etwa 50 Strafanzeigen gegen das Unternehmen eingegangen. Das bestätigte Staatsanwalt Moritz Kutkuhn am Montag.

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Seine Behörde ermittele wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, erläuterte Kutkuhn. Dabei werde die Staatsanwaltschaft von einer Ermittlungskommission der Polizei unterstützt.

Polizei unterstützt Staatsanwaltschaft

Erste Strafanzeigen gegen das Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen waren unmittelbar nach dem massenhaften Corona-Ausbruch vor knapp fünf Wochen in Bielefeld eingegangen. Dass inzwischen nicht mehr gegen unbekannt ermittelt werde, sondern gegen konkrete Personen, sei ein normaler Vorgang, sagte Kutkuhn.

Die Aktivitäten der Staatsanwaltschaft werden vom Unternehmen unterstützt. „Wir haben den Ermittlern unsere uneingeschränkte Kooperation zugesichert“, erklärte Sprecher Dr. André Vielstädte. Man begrüße es, dass die vielfach in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe in einem geordneten rechtsstaatlichen Verfahren überprüft werden.

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