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Rheda

Altes Rhedaer Gemeindehaus weicht Seniorenwohnungen

Rheda

Die Tage des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses an der Ringstraße sind gezählt. Auf dem Gelände sollen Seniorenwohnungen entstehen.

Die Tage des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums an der Ringstraße in Rheda sind gezählt. Auf dem Areal sollen Seniorenwohnungen entstehen. Betreiberin der neuen Anlage wird die Diakonie Gütersloh.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Trennung von ihrem ehemaligen Domizil an der Ringstraße in Rheda hatte die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde bereits vor einigen Jahren eingeläutet. Zuletzt war es ruhig geworden um das Gemäuer, das an der Ecke zur Oelder Straße auf einem mehr als 4650 Quadratmeter großen Grundstück steht. Nun aber kommt wieder sichtbar Bewegung in die Sache.

Bestandsimmobilie wird seit Jahren nicht mehr genutzt

Mit der Einweihung des Schnitker-Hauses an der Berliner Straße im Oktober 2017 war das Ende des Gemeindehauses einige hundert Meter Luftlinie entfernt besiegelt. Nachdem man bei Flohmärkten das Inventar zu Geld für den guten Zweck gemacht hatte, passierte lange Zeit so gut wie nichts – bis vor einigen Tagen die Kettensägen ratterten und der Baum- sowie Strauchbestand entfernt wurde. Weil das zwischen März und Oktober nicht zulässig wäre, möglicherweise bis dahin aber schon die ersten Bauarbeiten beginnen, wollten die Verantwortlichen keine weitere Zeit verlieren.

Die Fäden laufen bei Baukirchmeister Ralf Manche und dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Versöhnungskirchengemeinde, Pfarrer Marco Beuermann, zusammen. „Uns war stets daran gelegen, die Fläche für eine kirchliche Nutzung zu erhalten“, sagt Letzterer, der sich eigenen Angaben zufolge über einen Mangel an Interesse nicht beklagen konnte. Letztlich habe sich aber immer der Umstand, dass es der Gemeinde ausschließlich erlaubt ist, das zum Pfarrvermögen zählende Grundstück nur in Gänze und auf Erbbaubasis zu verpachten, als hinderlich erwiesen.

Seit eineinhalb Jahren befinden sich die Verantwortlichen nun in Gesprächen mit zwei Partnern, die an der Ecke von Oelder und Ringstraße Seniorenwohnungen bauen und Pflegeleistungen anbieten wollen. Das ist zum einen die Geno, die Immobilientochter der Volksbank Bielefeld Gütersloh, zum anderen die Diakonie Gütersloh. Die Erste tritt als Investorin auf, die Zweite als Betreiberin. Details zu dem Vorhaben würden Ende März bei einem Pressetermin bekanntgegeben, sagte gestern Marco Beuermann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Bauanträge sollen in Kürze rausgehen

Im Dezember waren Bodenproben genommen worden, um sicherzustellen, dass der Untergrund die erforderliche Tragfähigkeit für den zu errichtenden Komplex hat. Die Bauanträge seien so gut wie fertig und könnten in Kürze rausgehen, kündigte Beuermann an. Zugleich wirft die Landeskirche einen Blick auf das Vertragswerk zwischen der Geno, der Versöhnungskirchengemeinde und der Diakonie, wobei niemand mit Einwänden von dort rechnet.

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