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Rheda-Wiedenbrück startet im Juni einen Investorenwettbewerb für Pott-Hartwig

Aus Brennerei wird Ärztezentrum

Rheda-Wiedenbrück (WB). Schon vor mehr als einem Jahr hat Bürgermeister Theodor Mettenborg mit dem Gedanken gespielt, die alte Brennerei Pott-Hartwig in Rheda als Ärztezentrum zu nutzen. Von Juni an wird es damit Ernst.

Stephan Rechlin

Bestandsgebäude (rechts) erhalten, der Neubau als Ergänzung. Der Entwurf des Büros GJL wird im Investorenwettbewerb zum Maßstab. Grafik: GJL Architekten Gütersloh Foto:

In jenem Monat wird die Stadt damit beginnen, das seit acht Jahren brach liegende Areal zu verkaufen. Allerdings wird es nicht einfach an den Meistbietenden veräußert. Der künftige Inhaber wird sich statt dessen in einem Investorenwettbewerb durchsetzen müssen. Der Gebäude- und Grundstücksausschuss der Stadt möchte damit sichergehen, dass seine Gestaltungs- und Nutzungswünsche auch tatsächlich umgesetzt werden.

An erster Stelle steht der Wunsch, dass mindestens ein Drittel der gut 2000 Quadratmeter umfassenden Geschossfläche als Ärztezentrum genutzt werden. Beigeordnete Christine Zeller: »Das ist die Mindestgröße. Es dürfen gerne auch mehr sein.« An zweiter Stelle möchte der Ausschuss, dass die ehemalige Brennerei künftig so aussieht wie sie das Gütersloher Architekturbüro GJL Grube Jakel Löffler 2014 entworfen hat: Bestandsgebäude erhalten, Neubau nur als Ergänzung.

Seit acht Jahren ein Brachfläche

Seit acht Jahren ist die ehemalige Brennerei eine Brachfläche, seit vier Jahren liegt der Entwurf einer Neugestaltung vor – warum startet die Stadt den Verkauf erst jetzt? Christine Zeller: »Es ist überhaupt kein Problem, einen Investor zu finden, der dieses Filetstück sofort übernimmt. Viel aufwendiger ist es, sich darüber klar zu werden, was genau man dort eigentlich haben möchte.« So seien dort in den vergangenen Jahren durchaus auch andere Nutzungen erwogen worden. Auch für das dringend benötigte Ärztezentrum seien alternative Standorte geprüft worden. Schließlich seien sowohl Bürger als auch lokale Politiker in ein möglichst transparentes Verfahren einzubinden: »All’ das braucht eben seine Zeit.«

Zuschlag im Januar

Dem aktuellen Fahrplan zufolge werde im September entschieden, welche interessierten Investoren am Wettbewerb teilnehmen werden - bis dahin laufe die Bewerbungsfrist. Bis zum Jahresende würden die eingereichten Entwürfe gesichtet und bewertet, im Januar könne entschieden werden, wer den Zuschlag erhalte. »Das Ergebnis muss zu Rheda passen. Das ist entscheidend«, sagt Zeller.

Jüngsten Äußerungen Theo Mettenborgs zufolge fehlen in Rheda-Wiedenbrück gut zehn Hausärzte. Mit zwei möglichen Anwärtern würden Gespräche über eine Praxiseröffnung geführt, dennoch bleibe der Bedarf hoch. Ein Praxiszentrum in der alten Brennerei Pott-Hartwig biete zusätzliche Anreize, vor allem, wenn es gelinge, weitere Gesundheitsdienstleister dort anzusiedeln.

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