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Rheda-Wiedenbrück

Breitensportler über Absage enttäuscht

Rheda-Wiedenbrück (eph) - Diese Nachricht des Stadtsportverbands hat viele Breitensportler in der Emsstadt enttäuscht: Die Sportabzeichenaktion 2020 in Rheda-Wiedenbrück wird abgebrochen.

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Zur Begründung hieß es seinerzeit, durch die Kontaktbeschränkungen und die Einrichtung des Corona-Testzentrums am Ems-Berufskolleg ergebe sich eine neue Situation. Der Verband wolle vermeiden, dass an den Prüfterminen für das Sportabzeichen testwillige Bürger und Sportler aufeinander treffen. Eine Einhaltung der Kontaktsperre könne möglicherweise nicht gewährleistet werden. Da eine Entspannung der Situation noch nicht absehbar sei, sehe der Stadtsportverband keine Möglichkeit, in der verbleibenden Zeit die Prüfungen zu absolvieren. Mit großem Bedauern sei daher entschieden worden, die Aktion abzubrechen, hieß es Ende Juni.

Aktion läuft in Nachbarkommunen weiter

Auch wenn das Corona-Testzentrum am Sandberg lange Geschichte ist, bleibt es offensichtlich bei dieser Absage. Doch die gute Nachricht für alle eingefleischten Sportabzeichenfans – das waren im vergangenen Jahr immerhin 1311 Rheda Wiedenbrücker, darunter 214 Familien – ist: In Nachbarkommunen wie Rietberg, Langenberg oder Gütersloh läuft der Wettbewerb, werden die leichtathletischen Übungen zu festen Zeiten abgenommen. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass man mittwochs ab 18 Uhr am Torfweg in Rietberg oder einen Tag später zur selben Zeit an der Mehrzweckhalle in Langenberg auch auf sportabzeichenbegeisterte Rheda-Wiedenbrücker trifft.

Wer danach nur noch seine Schwimmübung absolvieren muss und mit diesem Anliegen in einem der beiden Rheda-Wiedenbrücker Freibäder vorstellig wird, erlebt aber möglicherweise eine herbe Enttäuschung. „Wir haben die Anweisung aus dem Rathaus, in diesem Jahr wegen der Kontaktauflagen keine Schwimmprüfungen für das Sportabzeichen abzunehmen“, sagt Ina Linnenkamp, Schwimmmeisterin in Wiedenbrück.

Schwimmprüfung in Freibädern nicht möglich?

Im Rathaus will man sich indes nicht genau festlegen. Auf Anfrage teilt Pressesprecherin Lena Henkenjohann mit: „Unsere Freibäder sind vor dem Hintergrund der geltenden Hygieneschutzkonzepte – räumlich wie personell – kaum in der Lage, den Schwimmnachweis abzunehmen.“ Damit bleibt für die Sportabzeichenerwerber der Doppelstadt wohl nur die Möglichkeit, auf die Bäder in Nachbarkommunen auszuweichen.

Auswertungsbögen ans Rathaus schicken

Wer seine Übungen in den vier Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination erfolgreich absolviert hat, bekommt aus dem Rathaus aber ein positives Signal: „Die Sportabzeichenwertungsbögen können ebenso wie die Bonushefte für die Krankenversicherungen wieder an den Fachbereich Jugend, Bildung und Sport gegeben werden“, informiert Lena Henkenjohann.

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