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Rheda-Wiedenbrück

Corona-Hotspot in einem Altenheim

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Einen neuen Negativrekord hat Rheda-Wiedenbrück am Freitag hinsichtlich des Inzidenzwerts aufgestellt: Am Freitag ist er vom Robert-Koch-Institut mit 193,8 angegeben worden (Vortag: 157,4). Damit ist die Doppelstadt weit abgeschlagen im kreisweiten Vergleich.

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Dank der regelmäßigen Tests in großen Unternehmen lassen sich in Rheda-Wiedenbrück häufiger als anderswo Infektionen erkennen. Foto:

Im Kreis Gütersloh ist der Durchschnittswert am Freitag mit 90,2 angegeben worden. Alle anderen Kommunen bewegen sich im zweistelligen Bereich. Die Verwaltung listete für Rheda-Wiedenbrück 126 aktive Fälle und 30 Neuinfizierte im Vergleich zum Vortag auf. Inzwischen sind in der Doppelstadt 27 Personen verstorben, die das Coronavirus in sich trugen. Seit Beginn der Pandemie sind in der Kommune insgesamt 2502 Infizierte erfasst worden.

„Die Lage ist dynamisch“

In einer Videobotschaft spricht Bürgermeister Theo Mettenborg von dem Effekt, dass sich Reiserückkehrer in ihrer Heimat infiziert hätten. Sie würden ebenso wie andere positiv auf das Coronavirus getestete Personen aus dem Kreis Gütersloh in Quarantäneeinrichtungen in Rheda-Wiedenbrück untergebracht, begleitet von Gesundheitsbehörden und kommunalem Ordnungsamt.

„Die Lage ist dynamisch“, sagte Theo Mettenborg am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung. Die rechnerische Inzidenz bedeute konkret „126 infizierte Personen in unserer Stadt mit knapp 50 000 Einwohnern“. Jeder davon lasse sich allerdings genau zuordnen, lässt der Verwaltungschef wissen. „Dies auch, weil wir wegen der sehr hohen Test-Dichte in den großen Unternehmen häufiger und schneller Corona-Infektionen erkennen können.“

An die Regeln halten

Überdies habe man – im Gegensatz zum Vortag – inzwischen einen so genannten Hotspot, und zwar in einer Alteneinrichtung. Auch dort seien die Gesundheitsbehörden eingebunden. Theo Mettenborg versichert: „Es gibt keinen Grund zur Panik. Es gilt weiter, sich sorgfältig an die Regeln zu halten.“ Über die aktuellen Lockdown-Regeln hinaus gehende Maßnahmen sieht die Corona-Schutzverordnung erst dann vor, wenn die 200er-Inzidenz im gesamten Kreis über mindestens sieben Tage überschritten wird. Mettenborg: „Davon ist im Moment nicht auszugehen.“

Von Mitbewohnern isoliert

Der Verwaltung zufolge ist im Sommer damit begonnen worden, aus kleineren Wohneinheiten im Stadtgebiet in Quarantänequartiere zu machen. Dort kommen laut Pressestelle Personen unter, die bei den regelmäßig in Unternehmen stattfindenden Abstrichentnahmen positiv auf das Coronavirus getestet werden. Die Isolation ist spätestens dann erforderlich, wenn diese Menschen in Wohngemeinschaften zusammenleben und dort Abstände nicht eingehalten werden können.

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