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Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen – Verteidigung will Bewährung

Diebesbande mit Chauffeur: Prozess geht weiter

Rheda-Wiedenbrück/Bielefeld (WB). Vier Frauen und ein Mann aus Bulgarien, die zwischen Oktober 2010 und Februar 2017 insgesamt 22 meiste ältere Damen bestohlen haben sollen, mussten sich am Mittwoch erneut vor den Landgericht Bielefeld verantworten.

Symbolbild. Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft forderte für die 34-jährige Milka D. drei Jahre und acht Monate Haft. Das teilte Gerichtssprecher Guiskard Eisenberg mit. Für Angelinka T. (27) sollen es zwei Jahre und sechs Monate, für ihre Schwester Ginka drei Jahre sein. 22 Monate sollen es im Fall von Evtina K. sein, allerdings auf Bewährung. Stancho St. (37), der die Frauen gefahren haben soll, soll laut Staatsanwaltschaft zwei Jahre und acht Monate bekommen.

Der Schaden soll laut Staatsanwaltschaft bei etwa 10.000 Euro liegen

Die Masche sei immer die gleiche gewesen: Zuerst wurden die Opfer in einer Bank beim Geldabhaben beobachtet, dann verwickelte eine der Täterinnen sie in ein Gespräch. Eine andere klaute die Geldbörse. Die Verhandlung zog sich am Mittwoch bis in den Abend. Die Verteidigung forderte jeweils Bewährungsstrafen für die Frauen, die vor Gericht auf einen Dolmetscher angewiesen sind.

Der Schaden soll laut Staatsanwaltschaft bei etwa 10.000 Euro liegen. Doch das seien nur die Fälle, die nachgewiesen werden konnten, hieß es zum ersten Verhandlungstag am Dienstag. Die Täterinnen sollen unter anderem in Rheda-Wiedenbrück aktiv gewesen sein, aber auch im Ruhrgebiet und im Rheinland Diebstähle begangen haben.

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