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Rheda-Wiedenbrücker Rettungsschwimmer schieben Dienst an der Ostsee

DLRG’ler helfen Frau in Seenot

Rheda-Wiedenbrück (WB). Traditionell verbringen die Rheda-Wiedenbrücker Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ihren Jahresurlaub an den Stränden von Neustadt, Pelzerhaken und Rettin und leisten dort ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst. Bei herrlichem Sommerwetter und gut besuchten Stränden nahm die 23-köpfige Wachmannschaft ihren Dienst bereits zum 51. Mal an der Ostsee auf.

23 Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Rheda-Wiedenbrück leisten in ihrem Urlaub ehrenamtlich Wasserrettungsdienst an der Ostsee. Foto:

Einen Höhepunkt bildete die Ostseetaufe, bei der die erstmalig eingesetzten Rettungsschwimmer durch »Neptun« feierlich in die Wachmannschaft aufgenommen wurden. Hierzu waren nicht nur Gäste aus der Heimat angereist, sondern auch Ehrengäste der Stadt Neustadt in Holstein sowie die DLRG-Einsatzleitung Küste Schleswig-Holstein, um langjährige Wachgänger für ihren unermüdlichen Einsatz zu ehren.

Ehrenurkunden erhielten unter anderem »Neptun« Thomas Busse für 35 Jahre und Norbert Quak-Elbracht für 40 Jahre Wasserrettungsdienst in Pelzerhaken. Darüber hinaus bedankte sich die Wachmannschaft mit einem Präsent beim Ortsgruppenvorsitzenden Hans-Albert Lange, der die Fäden nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Wachführer in diesem Jahr in jüngere Hände übergab.

Im Vordergrund steht nun der tägliche Wasserrettungsdienst von 9 bis 18 Uhr. Hier sorgen die Emsstädter für die Badesicherheit der Urlaubsgäste. Gleich in der ersten Wachwoche waren die heimischen Retter bei zwei schweren Notfällen gefordert. Zunächst konnte eine Frau erfolgreich aus der Ostsee gerettet werden, die in der Fahrrinne des Neustädter Hafenfahrwassers trieb. Trotz Gegenwehr gelang es einem der Rettungsschwimmer, die Frau zu ergreifen und sie an die ebenfalls herbeieilende Seenotrettung zu übergeben. Drei Tage später wurden die Einsatzkräfte zu einem weiteren Notfall außerhalb des eigentlichen Wachgebietes gerufen. Ein Surfer war in Not geraten. Trotz aller Bemühungen und Wiederbelebungsversuche starb er später im Krankenhaus. Solch einschneidende Erlebnisse bilden für die Rettungsschwimmer zum Glück die absolute Ausnahme. Noch nie war es in der langjährigen Tätigkeit der Rheda-Wiedenbrücker zu einem solchen Ereignis gekommen.

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