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Rheda-Wiedenbrück

Doktorplatz verbindet Stadt und Schloss

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Dr. Otto Lüning hätte seine helle Freude: Der nach ihm benannte Doktorplatz im Herzen der Rhedaer Altstadt erstrahlt nach mehrmonatiger Intensivbehandlung in neuem Glanz. Am Sonntag hat Bürgermeister Theo Mettenborg das steinerne Schmuckstück zur Nutzung freigegeben.

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Coronabedingt fiel die Eröffnung deutlich kleiner aus als ursprünglich geplant. Aber trotzdem: Die Stadtratsmitglieder, Anwohner und Ehrengäste genossen das Flanieren über den runderneuerten Doktorplatz und trafen sich nach getaner Arbeit zu einem „kühlen Blonden“ in der Außengastronomie des griechischen Restaurants „Delphi“ – selbstverständlich mit dem gebotenen Mindestabstand.

Leidenschaftlich gekämpft

Zäh gerungen und leidenschaftlich diskutiert habe man in den vergangenen Jahren über das künftige Erscheinungsbild des Doktorplatzes, resümierte Bürgermeister Mettenborg. „Aber der persönliche Einsatz vieler hat sich auf alle Fälle ausbezahlt“, unterstrich der Rathauschef. Noch nie sei es so schön gewesen wie jetzt, über den Platz zu spazieren oder auf einer der Sitzgelegenheiten zu verweilen.

Hintergrund

Drei Männer am Ziel ihrer Träume: Das galt am Sonntag während der offiziellen Freigabe des Doktorplatzes für die ehemaligen Stadtratsmitglieder Klaus Bartscher (Grüne), Peter Kliche (UWG) und Manfred Hegel (FDP). Seit mehr als fünf Jahren hatten sie sich für die Sanierung des Platzes, die ihrer Meinung nach viel zu lange aufgeschoben worden war, starkgemacht. Unterstützung erhielten sie von Rhedaer Bürgern und Unternehmern gleichermaßen. „Heute haben wir allen Grund zur Freude“, sagte Peter Kliche am Sonntag und ließ seinen Blick über den Platz schweifen. „Es ist genauso geworden, wie wir uns das für den Stadtteil Rheda immer gewünscht haben.“ Einzig ein kleiner Brunnen, aus dem per Knopfdruck Wasser zur Erfrischung oder zum Händewaschen sprudelt, fehle jetzt noch, sagt Kliche. „Aber mit etwas Glück haben wir dafür bereits einen privaten Sponsor gefunden.“ Dass die Gaststätte Neuhaus in „neue und gute Hände“ gekommen ist, begrüße man außerordentlich, unterstrich Klaus Bartscher, denn: „Denn die Attraktivität jedes öffentlichen Platzes steht und fällt mit der Qualität des kulinarischen Angebots vor Ort.“ Die bewährte gastronomische Vielfalt bleibe erhalten.

„Rheda soll erblühen“

Ulla Fallner von der Altstadtinitiative Rheda wertete den Abschluss der Maßnahme als Meilenstein für die weitere Entwicklung Rhedas. „Die Altstadt soll endlich wieder blühen“, gab sie die Marschrichtung für die kommenden Jahre vor.

Fürst gefällt Leuchtenform nicht

Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg freute sich über die „gelungene optische Verlängerung des Steinwegs über den Platz bis zur Berliner Straße“. Ein Wermutstropfen sind seiner Meinung nach aber die aufgestellten Leuchten: Deren Strahlkraft lasse zwar nichts zu wünschen übrig, wohl aber deren „zu modernes, fast schon futuristisches Erscheinungsbild“. Er hätte sich für den historisch bedeutenden Doktorplatz eine klassischere Lampenform gewünscht.

Trotz der Eröffnung am Sonntag ist noch nicht alles komplett. Unter anderem fehlt das Bronzemodell der Rhedaer Innenstadt, das insbesondere auswärtigen Gästen Orientierung geben soll. Dieses wird laut Stadt noch einige Monate auf sich warten lassen.

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