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Rheda

Dorfwettbewerb: Lintel und St. Vit müssen zittern

Rheda

Die Jury des kreisweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte einen straffen Zeitplan einzuhalten. Am 9. Juni soll das Ergebnis stehen.

Die Entscheidung darüber, welches Dorf aus dem Kreisgebiet am Landeswettbewerb teilnehmen darf, liegt in den Händen der Bewertungskommission. Diese besteht aus (v. l.) Lana Gagat (Bezirksregierung Detmold), Günter Heidemann (beratendes Mitglied), Nicola Brandstetter (Kreis Gütersloh), Claudia Quirini-Jürgens (Biologische Station Gütersloh/Bielefeld), Silke Sykora (Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock), Astrid Hiemer (Kreis), Hartmut Lüdeling (Arge-Dorfentwicklung-GbR), Anna Niehaus (Pro Wirtschaft GT) und Cornelia Langreck aus Rheda (Kreislandfrauenverband). Aus der Doppelstadt nehmen Lintel und St. Vit am Kreiswettbewerb teil, aus der Nachbarkommune Rietberg ist es der Ortsteil Westerwiehe.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Am Freitag haben sich die beiden Rheda-Wiedenbrücker Stadtteile Lintel und St. Vit beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ von ihrer besten Seite gezeigt. Jetzt warten die Einwohner – ebenso wie die Menschen aus den kreisweit sechs weiteren teilnehmenden Dörfern – gespannt auf die Entscheidung der Jury.

60 statt 90 Minuten

Eine Stunde Zeit für jedes Dorf, um das soziale, wirtschaftliche und ökologische Leben vor Ort zu präsentieren, das war nicht lang. Die Bewertungskommission des kreisweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte einen straffen Zeitplan einzuhalten. Acht Dörfer stellten sich dem kritischen Blick der Kommission: Künsebeck und Hörste (beide Halle), Hesselteich und Bockhorst (beide Versmold), Lintel und St. Vit (beide Rheda-Wiedenbrück), Westerwiehe (Rietberg) sowie Stukenbrock-Senne (Schloß Holte-Stukenbrock). Welches Dorf letztendlich die Nase vorn hat und beim Landeswettbewerb antreten darf, wird am 9. Juni bekanntgegeben. Bis dahin müssen die Orte zittern. 

In diesem Jahr sieht die Struktur des Wettbewerbs anders als in den Vorjahren aus. Der Zeitraum der Präsentation hat sich von 90 auf 60 Minuten verkürzt. „Mit Blick auf die aktuellen Belastungen durch Corona und die Folgen des Ukraine-Kriegs wollen wir den Aufwand für die zumeist ehrenamtlichen Dorfmitglieder aus Heimatvereinen und Interessengemeinschaften möglichst gering halten“, erklärt Astrid Hiemer, Organisatorin vom Kreis Gütersloh. „Uns ist es vorrangig wichtig zu sehen, wie die Dörfer auch unter den genannten Belastungen ihre Gemeinschaft stärken und ihre Dörfer zukunftsfähig gestalten.“ Dabei haben sich einige Dörfer für einen digitalen Weg entschieden, sich der Jury zu präsentieren. In einer Zusammenschau zeigten sie die einzelnen Highlights. Andere Dörfer führten die Kommission bei einem Dorfrundgang zu ausgewählten Orten. Dazu zählten zum Beispiel Gemeindehäuser, Bücherschränke, Schulen, eine Dorfküche oder eine Klimasiedlung. 

Landeswettbewerb folgt im August

Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und findet im dreijährigen Turnus statt. Dörfer sollen ihre Vielfältigkeit zeigen – sei es mit bürgerschaftlichem Engagement, Eigenverantwortung oder Nachhaltigkeit. Bewertet werden soziale, kulturelle, wirtschaftliche, bauliche und ökologische Aspekte. Teilnehmen dürfen Ortschaften und Gemeindeteile mit bis zu 3000 Einwohnern. Das Dorf, das den Kreiswettbewerb gewinnt, nimmt am Landeswettbewerb im August 2022 teil. Dessen Sieger macht im Jahr 2023 beim Bundeswettbewerb mit.

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