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Alevitischer Kulturverein ruft zur Typisierung für die kleine Öykü auf

Dreijährige braucht Spender

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die kleine Öykü ist dreieinhalb Jahre alt. Sie ist ein lebensfrohes Mädchen mit langen, lockigen, braunen Haaren und großen Augen. Die Kleine lebt in der türkischen Stadt Izmir. Seit gut einem Jahr ist die Alevitin an Leukämie erkrankt. Nur noch eine Stammzellenspende kann das Mädchen noch retten.

Waltraud Leskovsek

Die Vorsitzenden des Alevitischen Kulturvereins Wiedenbrück, Kamuran Urgulu und Sainer Aktas, hoffen darauf, dass viele noch nicht registrierte Menschen am 24. Februar ins Vereinshaus am Hellweg kommen, um sich für die DKMS typisieren zu lassen. Foto: Leskovsek

Dieser Fall geht auch den in Deutschland lebenden Aleviten an die Nieren. Sie wollen helfen und haben deshalb Kontakt zur Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen. In verschiedenen Städten werden deshalb Hilfsaktionen durchgeführt. In Rheda-Wiedenbrück hat sich der alevitische Kulturverein mit Sitz am Hellweg nun aufgemacht, um dort ebenfalls eine Typisierungsaktion für Öykü ins Leben zu rufen.

Krankes Mädchen lebt in Izmir

Die findet statt am Sonntag, 24. Februar, von 11 bis 15 Uhr im Vereinshaus am Hellweg 28. Erstmals gibt es so eine Aktion dort. »Wir sehen hier und jetzt den Bedarf, möchten uns aber auch in der Zukunft für Projekte, bei denen wir vielleicht ein Leben retten können oder die aktuell sind, einbringen«, sagt Sainer Aktas vom Vorstand.

Sie würden sich freuen, wenn viele Menschen, die noch nicht in der Datenbank der DKMS registriert sind, kommen. Registrieren lassen kann sich jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos, es werden jedoch gerne Spenden entgegengenommen, da eine einzige Typisierung alleine schon 35 bis 50 Euro koste. Ihnen ist es wichtig, dass dem kleinen Mädchen geholfen wird. Hilfe in Notsituationen, Gleichbehandlung, Inklusion, Freiheit, Vertrauen und auch Veränderung gehören eigenen Angaben nach zu den Grundlagen ihrer Arbeit. Dem Vorstand zur Seite stehen am Sonntag, 24. Februar, viele Helfer, insbesondere auch aus den Reihen der Jugendgruppe, die die Papiere ausfüllen und die einfachen Speicheltests vornehmen. Die Zeit des Blutabnehmens ist bei der DKMS schon lange Geschichte. Heute spürt man gar nichts mehr. Unterstützung bekommen sie zudem von der Alevitischen Gemeinde OWL. Mit einem leckeren, türkischen Tee möchte der Verein die Gäste gerne verwöhnen.

Test geht einfach

Für die Zukunft hat sich der Kulturverein auf die Fahnen geschrieben, regelmäßige Blutspende-Aktionen durchzuführen und Infoabende zu veranstalten, zu Themen wie Organspende oder Patientenverfügung.

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