1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Rheda-wiedenbrueck
  6. >
  7. Emsstadt vergibt ersten Heimatpreis

  8. >

Rheda-Wiedenbrück

Emsstadt vergibt ersten Heimatpreis

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Gewinner des ersten Heimatpreises stehen fest: Über die Trophäe kann sich der St. Viter Verein „Dorf aktiv“ freuen. Platz zwei geht an den „Historischen Arbeitskreis“ Rheda, Rang drei belegt der Förderverein des Freibads Rheda. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

Anonymous User

Lokales Engagement gewürdigt: (v.l.) Sigrid Strüber (Förderverein Freibad Rheda), Bürgermeister Theo Mettenborg, Dr. Wolfgang A. Lewe („Historischer Arbeitskreis“ im Heimatverein Rheda) und Ludger Vollenkemper (Verein „Dorf aktiv“ St. Vit) bei der Verleihung des ersten Rheda-Wiedenbrücker Heimatpreises. Die kleine Feierstunde fand im Rathaus unter strenger Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen statt.

„Sie haben sich in besonderer Weise für die Stadt Rheda-Wiedenbrück eingesetzt. Mit ihrem lokalen Engagement machen sie unsere Heimat jeden Tag ein Stück schöner und lebenswerter“, lobte Bürgermeister Theo Mettenborg die Preisträger. „Gerne hätten wir zwei erste Preise verliehen, das lassen die Regularien nicht zu“, bemerkte der Rathauschef mit einem Augenzwinkern.

„Dorf aktiv“ macht St. Vit lebenswert

Der Verein „Dorf aktiv“ aus St. Vit wird insbesondere für drei seiner Projekte gewürdigt: die Restaurierung des Küsterhauses und dessen Ausbau zum Dorfgemeinschaftshaus, die Carsharing-Aktion „Dorfauto für St. Vit“ und den „e³-Fahrdienst“ für mobilitätseingeschränkte Menschen.

Hintergrund

Die Auszeichnung soll das Engagement von Menschen würdigen, die ihre Heimat aktiv gestalten. Dieser Einsatz kann vielfältig sein: Etwa durch Erhaltung, Stärkung und Weitergabe von lokalen und regionalen Traditionen oder durch die öffentliche Aufbereitung von Informationen über die Geschichte und das kulturelle Erbe Rheda-Wiedenbrücks. Preisverdächtig sind aber auch Beiträge zur Steigerung der Attraktivität öffentlicher Plätze, Straßen, Orte und Gebäude in Rheda-Wiedenbrück sowie die Förderung des gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalts. Nach der Ausschreibung im Sommer hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt in seiner Sitzung am 8. Dezember als Jury über die Preisvergabe entschieden. Der Gewinner erhält 3000 Euro, der Zweit- und der Drittplatzierte bekommen jeweils 1000 Euro „Bitte betrachten sie die Auszeichnung als Wertschätzung ihres Engagements“, betonte Theo Mettenborg bei der Preisvergabe, die unter Corona-Bedingungen stattfand. Sein Wunsch sei es, dass sich viele weitere Bürger ein Beispiel an den Menschen nehmen, die sich mit Herzblut für ihren Verein und ihre Stadt einsetzen.

Historische Arbeit seit 40 Jahren

Der „Historische Arbeitskreis“ im Heimatverein Rheda ist in der örtlichen Geschichtsforschung eine konstante Größe. Unter der Leitung von Jochen Sänger und Dr. Wolfgang A. Lewe beschäftigt er sich seit bald 40 Jahren mit der Aufarbeitung der Rhedaer Vergangenheit. Zahlreiche Veröffentlichungen tragen dazu bei, die im Rahmen der ehrenamtlichen Forschungsarbeit gewonnenen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Attraktives Freibad als Vereinsziel

Der Förderverein Freibad Rheda, der seit fast zehn Jahren durch das vielfältige Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder zum Erhalt des historischen Freibads in Rheda aus dem Jahr 1936 beiträgt, erhält den dritten Preis. „Mit seinem Engagement leistet der Verein einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Freibads, zum Erhalt des kulturellen Erbes, zur Identifikation der Menschen in Rheda-Wiedenbrück mit der Heimat und zum gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt“, heißt es in der Begründung des Haupt- und Finanzausschusses.

Startseite
ANZEIGE